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Ex-Trainer Jens Keller – „Schalke steckt noch in mir“

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Foto: Imago
Knapp sechs Wochen nach seiner Beurlaubung beim FC Schalke 04 hat sich Trainer Jens Keller noch nicht vollständig von den Belastungen beim Bundesligisten erholt. Seine Zeit als Cheftrainer beschreibt Keller als sehr anstrengend, nervenaufreibend, unheimlich intensiv und nicht ganz einfach.

Gelsenkirchen. 

Schalkes Ex-Trainer Jens Keller sieht seine Zukunft im Profigeschäft. „Wieder eine Jugendmannschaft zu trainieren, wäre ein Rückschritt für mich“, sagte der 43-Jährige im Interview der „Pforzheimer Zeitung.“ Vor seiner Beförderung zum Cheftrainer auf Schalke im Dezember 2012 betreute Keller die B-Jugend.

Sechs Wochen nach seiner Beurlaubung auf Schalke habe es schon lose Anfragen gegeben. Auch aus dem Ausland. Für einen neuen Job fühlt sich Keller aber noch nicht bereit.„Ich brauche noch etwas Zeit, um wieder voll durchstarten zu können“, sagt er. „Die zwei Jahre auf Schalke stecken noch in mir. Ich mache mir Gedanken über verschiedene Dinge“ Von Schalke habe Keller vor allem eines mitgenommen: „Dass ich mich gegen viele Widerstände durchgesetzt habe und gute Ergebnisse erzielen konnte.“ Der geschasste Trainer führte das Team zweimal in die Champions League.

Zehn Tage auf die Malediven

Nach seiner Entlassung am 7. Oktober hieß es erstmal: Abschalten. Mit seiner Frau Marion ging es zehn Tage auf die Malediven. Seine Zeit als Cheftrainer bei den Königsblauen beschreibt Keller als sehr anstrengend, nervenaufreibend, unheimlich intensiv und nicht ganz einfach. „Bundesligatrainer zu sein ist das eine, Trainer auf Schalke zu sein, das andere – das ist nochmal eine Stufe extremer.“ Das erste Spiel, das sich Keller nach seinem Abschied wieder anschaute, war die 2:4-Niederlage in der Champions League bei Sporting Lissabon. (we)