Dortmund

Neben Borussia Dortmund hat Neven Subotic eine zweite große Leidenschaft: „Das ist ein großer Teil von mir“

Dortmund. Während andere Fußballprofis im Sommerurlaub auf Luxusyachten vor Ibiza oder Miami entspannen, begleitet Neven Subotic seine Brunnenprojekte in Äthiopien.

Für den Abwehrspieler von Borussia Dortmund ist seine eigene Stiftung zur Berufung neben dem Beruf geworden. „Als Profifußballer steht man dazu in der Pflicht“, sagte Subotic der „Westfalenpost“ und fügte hinzu: „Über einen Freund, der selber Stifter ist, habe ich mich dann näher mit dem Thema beschäftigt. Ich habe zunächst gedacht, das machen nur Ultrareiche, aber das stimmt nicht. Ich habe schnell festgestellt, dass das genau das ist, was ich machen will. Das ist etwas, das inzwischen ein großer Teil von mir ist.“

Subotic brauchte einst selbst Hilfe

Das Ziel der Neven-Subotic-Stiftung: „Es geht darum, Kindern und Familien in den ärmsten Regionen der Welt zu helfen, ihre Lebensgrundlage zu sichern: Es geht um den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, insbesondere in ländlichen Regionen“, so der BVB-Star.

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Bei der Entscheidung zur Gründung einer Stiftung spielte auch die Vergangenheit der Subotic-Familie eine wesentliche Rolle. Die Familie flüchtete vor dem Bürgerkrieg im Balkan.

Subotic: „Ich habe immer wieder erlebt, wie wichtig es ist, wenn Menschen sich gegenseitig helfen und wie viel Freude das machen kann. Meine Familie ist 1990 im Schwarzwald von einer älteren Dame in ihrer Wohnung aufgenommen worden, sie hat ihre Zimmer für meine Mutter, meine Schwester und mich geräumt. So etwas vergisst man nicht. Wir haben heute noch Kontakt zueinander. Es gibt einfach Phasen im Leben, da braucht man Hilfe. Mich erfüllt es und macht es einfach glücklich, heute anderen helfen zu können.“

Subotic übernimmt Stiftungskosten

Weil Subotic die Verwaltungskosten der Stiftung übernimmt, fließt jeder gespendete Euro in die Projekte. „Egal ob ein Euro oder 100 000 Euro – die Spenden gehen in die Projektarbeit und der Spender erfährt auch, wohin sein Geld geflossen ist. Profifußballer haben Gehaltsklassen wie kaum ein anderer. Ich bin sparsam und finanziere die Stiftungsarbeit von meinem Gehalt. Das wird auch langfristig so bleiben“, erklärte Subotic.

Das ganze Interview gibt’s bei der „Westfalenpost“.

 

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