Fan-Party endete mit Ausschreitungen

DerWesten
Foto: ddp

Dortmund. Im Anschluss an die Fan-Party zum 100. Geburtstag von Borussia Dortmund in der Westfalenhalle 4 kam es zu Ausschreitungen von Personen in der Innenstadt. Etwa 200 Fußballanhänger hantierten mit Brandsätzen und attackierten Polizisten. Niemand wurde verletzt, es gab Festnahmen.

Gegen 1 Uhr befanden sich noch etwa 500 Gäste in der Westfalenhalle 4, in der bis zu 7000 Menschen auf die 100-Jahr-Feier mit Livemusik und einem DJ anstoßen konnten. Von Teilen dieser meist stark alkoholisierten Gäste sind eingesetzte Polizeibeamte dann angegriffen worden.

Anschließend liefen ca. 200 Gäste über die Lindemannstraße in Richtung Hauptbahnhof, um diesen zu stürmen. Auf der Straße zündeten Teilnehmer diese Gruppe Mülleimer an, bewarfen die Polizei mit Steinen und Gegenständen. Danach zogen Personen dieser Gruppe weiter in Richtung Hauptbahnhof. Insgesamt wurden Personalien von über 100 Personen festgestellt. Eine Person wurde, da sie Widerstand leistete, auch festgenommen.

Polizeiauto angezündet

Zur Einsatzzeit geriet dann auch noch ein Streifenwagen der Bundespolizei, der vor dem Hauptbahnhof abgestellt war, in Brand. Zwei junge Männer im Alter von 20 und 21 Jahren aus dem Raum Aurich wurden wegen Verdachts des Brandanschlags auf das Einsatzfahrzeug festgenommen. Die Bundespolizei riegelte aus Sicherheitsgründen den Hauptbahnhof ab. Die Tatverdächtigen werden noch am Sonntag der Staatsanwaltschaft Dortmund vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an. Verletzt wurde niemand.

Starke Kräfte von Bundes- und Landespolizei überwachten bis Sonntagmittag die Abreise von Gästen der BVB-Fanparty. Dabei wurden insbesondere Rückreisen von größeren Personengruppen mit Zügen der Deutschen Bahn AG von Bundespolizeibeamten begleitet.

Zeugen gesucht

Neben laufenden Ermittlungen und der noch nicht abgeschlossenen Spurenauswertung sucht der Ermittlungsdienst der Bundespolizei weiter nach Zeugen, die Angaben zu den Vorkommnissen am Dortmunder Hauptbahnhof und speziell zur Zerstörung des Einsatzfahrzeuges machen können. Sachdienliche Hinweise an die (kostenfreien) Servicenummer 0800/6888000, an die Leitstelle der Bundespolizei 0231/562247 520 oder an jede andere Polizeidienststelle.