Was man bei dem ersten Caravan-Urlaub beachten sollte

Wer das erste mal mit einem Caravan in den Urlaub fährt, sollte einiges beachten.
Wer das erste mal mit einem Caravan in den Urlaub fährt, sollte einiges beachten.
Mit Freiheit und Abenteuer lockt der Urlaub mit einem Reisemobil. Damit das Reisen jedoch auch angenehm und einfach bleibt, gilt es vor der Abfahrt einiges zu beachten und sich bereits im Vorfeld vorzubereiten. Hier erhalten Sie die zwölf wichtigsten Tipps für Ihren ersten Caravan-Urlaub.

Essen. Nicht selten werden Caravan-Frischlinge, die sich zum ersten Mal für einen Urlaub mit dem Reisemobil entschieden haben, nervös, wenn die Tour unmittelbar bevorsteht. Dabei ist das Reisen angenehm und einfach – wenn man einige Dinge beachtet. Wir haben die zwölf wichtigsten Tipps für alle, die sich trauen:


1. Üben, üben, üben
Groß genug – aber nicht zu groß: Gerade überlange Wohnmobile sind nicht immer leicht zu pilotieren. Trainieren Sie das Rangieren vor der Abfahrt auf einem großen Platz ohne viel Verkehr. Prägen Sie sich dabei markante Maße ein, so dass Sie erkennen können, wie viel Platz Sie zum Beispiel noch bis zum Bordstein haben.


2. Enge Gassen vermeiden
Wählen Sie Ihre Route so, dass Sie nicht mit dem Mobilhome durch enge Gassen italienischer Bergdörfer kurven müssen. Im Zweifel hilft es, das Navi so einzustellen, dass Straßen mit niedrigen Brücken oder schmale Straßen umfahren werden.


3. Check nach der Winterpause
Falls Sie ein eigenes Wohnmobil besitzen, denken Sie an den obligatorischen Check nach der Winterpause. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) rät: „Prüfen Sie insbesondere Batterien, Beleuchtung, Bremsen, Hupe und Betriebsflüssigkeiten sowie die Gültigkeit der Prüfplakette.“ Reifen dürfen zwar bis auf 1,6 Millimeter abgefahren sein, sollten aber besser vier Millimeter Profiltiefe aufweisen. Und: Sie dürfen ab Produktionsdatum höchstens sechs Jahre alt sein, so die GTÜ.


4. Räume nutzen
Es gilt die Faustregel: Jeder Familie ihr eigenes Motorhome. Zwei Paare geraten sich schon nach wenigen Tagen nicht selten in die Haare – auch im geräumigsten Wohnmobil geht es eben doch einigermaßen eng zu. Reisen Kinder mit, sollten sie nach Möglichkeit einen abgetrennten Bereich nutzen können.


5. Führerschein kopieren
In der Regel brauchen Sie – auch in Übersee – keinen speziellen Fahrausweis. Sie sollten dennoch eine Kopie, je nach Reiseland sogar eine beglaubigte Übersetzung, dabei haben. Auch ein internationaler Führerschein (kostet rund 15 Euro) kann nützlich sein.


6. Ausstattung überprüfen
Besonders bei Mietfahrzeugen sollten Sie kontrollieren, ob alles Vorgeschriebene an Bord ist. Aber auch beim eigenen Wohnmobil ist es ratsam, rechtzeitig und in Ruhe Gepäck und Ausrüstung im Fahrzeug unterzubringen. Sinnvoll ist es, sich eine Checkliste anzulegen. Tipp: Verzichten Sie auf Hartschalenkoffer, „weiches“ Gepäck lässt sich besser verstauen.


7. Gepäck
Apropos Gepäck: Das richtige Beladen eines Wohnmobils ist zwar keine Kunst, sollte aber tatsächlich bedacht geschehen. Worauf es besonders ankommt und wie das tatsächliche Gewicht des beladenen Campers ermittelt wird, zeigt eine neue Broschüre, die im Internet unter ratgeber.gtue.de zum kostenlosen Download bereitsteht.


8. Richtig packen
Und noch ein Punkt zum richtigen Beladen: Geschirr sollten Sie unbedingt wackelsicher unterbringen. Im Zweifel stopfen Sie Zwischenräume mit – ohnehin benötigten - Geschirrtüchern aus. Eine gleichmäßige Gewichtsverteilung kann dazu beitragen, dass nichts hin- und her purzelt. Kaum etwas nervt so sehr, wie ein Dauerklappern im Wohnraum während der Fahrt. Verriegeln Sie zudem alle Schrankverschlüsse.


9. Bordelektrik checken
Machen Sie sich vor der Abfahrt mit Sicherungen und Anschlüssen vertraut. Achten Sie darauf, dass Sie eventuell notwendige Adapter für Stellplatz-Steckdosen an Bord haben. Tipp: Rollen Sie die Kabeltrommel auf dem Campingplatz immer komplett aus. Bei zu hoher Belastung erhitzt sich diese sonst, es kann zu Bränden kommen.

10. Richtiges Abstellen
Legen Sie nicht gleich am ersten Tag einen Parforceritt hin. Fahren Sie nicht mehr als etwa 250 Kilometer. Denken Sie daran, dass der erste „Aufbau“ bestimmt etwas länger dauert. Stellen Sie Ihr Fahrzeug sicher ab, Reisemobile haben häufig Stützen am Heck – zum Kurbeln, elektrisch oder hydraulisch. Sie sollten diese benutzen, um das Fahrzeug in einen festen Stand zu bringen. Vorteil: Das Wohnmobil wackelt nicht, wenn man im Inneren auf- und abläuft. Bei nassem, feuchtem Untergrund ist es sinnvoll, Holzplatten unterzulegen.


11. Flüssigkeiten managen
Machen Sie sich vor der Abfahrt mit der Funktion der Toilette vertraut. Fast alle Systeme sind leicht zu bedienen – wenn man nicht unter Druck steht. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Sie den Frischwassertank sauber halten und reinigen Sie ihn stets nach Anleitung. Bei Mietfahrzeugen sollten Sie Entkeimungszusätze mit auf die Reise nehmen.


12. Rundgang machen
Gewöhnen Sie sich an, vor der morgendlichen Abfahrt vom Standplatz eine Inspektion des Fahrzeugs von außen vorzunehmen. Es soll nämlich schon Caravaner gegeben haben, die mit ausgefahrenen Stützen oder angeschlossenem Stromkabel in den neuen Tag gestartet sind.

 
 

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