Röhrigschacht: Besucherbergwerk Wettelrode wieder geöffnet

Seit etwa 20 Jahren bietet das Museum Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode in rund 300 Metern Tiefe längere Exkursionen unter Tage an.
Seit etwa 20 Jahren bietet das Museum Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode in rund 300 Metern Tiefe längere Exkursionen unter Tage an.
Foto: dpa
Ab Anfang August soll das Bergbaumuseum Wettelrode wieder Besucher empfangen. Bereits seit Mai werden wieder Touren angeboten.

Wettelrode. . Nach einem Wassereinbruch im Besucherbergwerk Wettelrode fährt das Erlebniszentrum wieder den Betrieb hoch. „Die Seilscheiben des Fördergerüstes auf dem Röhrigschacht drehen sich wieder“, hieß es in einer Mitteilung der Stadt Sangerhausen vom Mittwoch. Ab dem 10. August seien dann Bergbaumuseum und Schaubergwerk Röhrigschacht wieder regulär von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

„Das im Bergwerk vorhandene natürliche Grundwasserreservoir war Ende Februar durch ein ausgewaschenes Loch, einen sogenannten Karsteinbruch, in den Stollen gelangt. Dadurch kam es zu der zeitweisen Überschwemmung“, sagte Gästeführer Thomas Wäsche. Das Wasser sei langsam gestiegen, es habe keine Gefahr für Menschen bestanden. Nun sei das Problem behoben.

800-jährige Tradition

Gerade an heißen Tagen hofft das Museum bei einer konstant angenehmen Temperatur von 14 Grad unter Tage auf Gäste. „Jährlich besuchen, außer in den Jahren der Pandemie, rund 25 000 Menschen das Bergbaumuseum in Wettelrode“, sagte Wäsche.

Die ersten Bergleute begannen im Mansfelder Land vor rund 800 Jahren, nach Kupfererz zu graben. Die Anlage in Wettelrode wurde zwischen 1871 und 1990 mit Unterbrechungen betrieben. Das eiserne Fördergerüst von 1885 ist zusammen mit der Fördermaschine von 1922 die älteste funktionierende Anlage Deutschlands. In der Zeit der DDR kamen zwischen 1951 und 1990 rund 820 000 Tonnen Kupfer zusammen. (dpa)