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„Zoom“-Zoo trauert um sein größtes Tier

Gelsenkirchen. 

Der „Zoom“-Zoo in Gelsenkirchen trauert um sein größtes Tier: Der 500 Kilo schwere, 28-jährige Kodiakbär Buffy musste eingeschläfert werden. Er litt seit Jahren unter Arthrose im hinteren linken Kniegelenk. Medikamente schlugen nicht mehr an. Die Röntgenuntersuchung des zuvor narkotisierten Bären ergab die Gewissheit: Auch die Hüftgelenke waren inzwischen angegriffen. Buffy hätte nie wieder alleine aufstehen können und hätte stets unter starken Schmerzen gelitten. Der Bär wurde eingeschläfert.

Zoo-Direktor Frank Ahrens, Zootierärztin Pia Krawinkel und die Tierpfleger sind tief betroffen. „Buffy war ein mächtiger und sehr schöner Kodiakbär, der gut auf Zuruf reagiert hat“, so Pia Krawinkel. „Wir sind sehr traurig, wollten ihn aber nicht länger leiden sehen.“

Kodiakbär Buffy kam aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck ins Ruhrgebiet. In Gelsenkirchen lebte er seit 2007 in dem 3000 Quadratmeter großen „Alaska“-Revier. Dort lernte er auch seine Gefährtin Brenda aus Buenos Aires kennen. Die 15-jährige Braunbärdame sucht ihn nun, vertröstet sich aber mittlerweile durch ein Trenngitter mit den beiden Kamtschatkabären Youri und Kolja im Nachbarrevier.

Einen Ersatz für Buffy werden die Zoobesucher so schnell nicht zu sehen bekommen. Kodiakbären seien bei anderen Zoos nur ganz selten zu bekommen, erläutert Zoosprecherin Sabine Haas und gibt auch zu bedenken: „Brenda würde sich wohl nicht so schnell an einen neuen Begleiter gewöhnen.“ Kodiakbären sind die größte Unterart der Braunbären und zählen damit zu den größten Landraubtieren der Welt. Sie können bis zu 30 Jahre alt werden.

Schon im vergangenen Jahr hatte der „Zoom“-Zoo zwei Rückschläge zu verkraften. Wenige Wochen nach der Eröffnung des neuen Tigerreiches in der Erlebniswelt Asien waren zunächst die siebenjährige Raubkatze Roger und fünf Wochen später der zwei Jahre alte Virgil gestorben.