Dortmund

Wer kokst denn hier so viel? Dortmunder spülen mehr Kokain durchs Rohr als die Münchener Schickeria

Offenbar wird in Dortmund mehr gekokst als in München. Eine neue Studie legt das zumindest nahe. (Symbolbild)
Offenbar wird in Dortmund mehr gekokst als in München. Eine neue Studie legt das zumindest nahe. (Symbolbild)
Foto: imago
  • Europäische Studie untersucht Abwässer von Großstädten auf Drogen
  • Daraus können Experten auf den Konsum der Bewohner schließen
  • In Dortmund wird offenbar mehr gekokst als in München

Dortmund. Diese Nachricht hat uns ziemlich überrascht: In Dortmund haben Experten fast vier Mal so viel Kokain im Abwasser gefunden wie in München - nämlich 421 Milligramm pro Tag und 1000 Menschen. München kommt nur auf knapp 114 Milligramm.

Spitzenreiter in Europa sind allerdings London (aber nur von Montag bis Freitag!) und Antwerpen (am Wochenende).

Proben aus 18 Ländern Europas

Das steht im neuen Report der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht.

Für die Untersuchung haben Experten wie jedes Jahr eine Woche lang Abwässer-Proben in Dutzenden Städten aus 18 europäischen Ländern genommen.

Aus den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse auf den Drogenkonsum der Stadtbewohner ziehen. Sprich: In Dortmund wird offenbar deutlich mehr gekokst als in München!

Erstmals auch Methamphetamin im Dortmunder Abwasser

Auch das ist neu: Erstmals konnten in deutschen Städten Spuren von Methamphetamin nachgewiesen werden, dem Grundstoff von Crystal Meth.

Besonders viel davon fanden die Experten im Dortmunder Abwasser allerdings nicht: nur 3,7 Milligramm. In München waren es schon knappe 25 Milligramm.

Dresden, nah an der Grenze zur Tschechischen Republik, kommt da auf 136,7 Milligramm. Bisher war Methamphetamin nur in einigen osteuropäischen Ländern wie der Slowakei zu messen gewesen.

(dpa/lin)

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