"Weihnachts-Komet" war offenbar nur Weltraum-Schrott

Ein heller Lichtschweif am Himmel - und das ausgerechnet an Weihnachten. Im Netz wurde wild spekuliert, was das Phänomen ausgelöst haben könnte. Ein abgestürztes Flugzeug etwa oder ein Komet, vielleicht sogar ein UFO? Jetzt steht fest: Es gibt wohl eine ganz logische Erklärung.

Essen. Ein Lichtphänomen am Himmel hat an Heiligabend für wilde Spekulationen im Netz gesorgt. Von Raumschiffabsturz war die Rede, User vermuteten auf Twitter einen Meteor oder einen Kometen. Ein Video, das Twitter-Nutzer @shft117 aufgenommen und online gestellt hat, wurde bis zum Sonntagnachmittag mehr als 22 000 Mal angeschaut.

Bei der Mannheimer UFO-Meldestelle gingen zahlreiche Anrufe und E-Mails ein, und zwar aus dem Südwesten bis in den Raum Thüringens, wie das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) mitteilte. Beschrieben und gefilmt wurde demnach ein "flach dahinrasender Feuerball mit gewaltigem Schweif, aus dem sich viele Funken lösten". Die Erscheinung konnte bis zu 30 Sekunden beobachtet werden, und noch einmal 20 bis 30 Sekunden war ein verwehender Rauchschweif zu sehen.

Aufklärung konnte am Sonntag dann das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geben. "Wahrscheinlich ist die dritte Oberstufe der Sojus beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht", erklärt Sabine Göge, Sprecherin des DLR. Das sei normal, aber gerade an Heiligabend habe das Leuchten am Himmel wohl die Phantasie einiger Menschen angeregt.

Damit hat der Lichtschweif aber auch dem DLR zu Weihnachten unerwartetes Interesse beschert. Im Zusammenschluss mit einem weltweiten Netzwerk haben die deutschen Experten die Ursache für das Glühen besprochen. Mit Material von dapd. (kari/kas)

 
 

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