Vorhänge für muslimisches Frauenschwimmen? Stadt fühlt sich missverstanden - und liefert überraschende Erklärung

In Bonn sind offenbar doch keine Vorhänge für muslimisches Frauenschwimmen geplant. Die Stadt empfiehlt Burkinis. (Archivbild)
In Bonn sind offenbar doch keine Vorhänge für muslimisches Frauenschwimmen geplant. Die Stadt empfiehlt Burkinis. (Archivbild)
Foto: picture-alliance/ dpa
  • Meldung über Vorhänge für muslimisches Frauenschwimmen sorgte für Diskussionen in Bonn
  • Stadt fühlt sich missverstanden
  • Vorhänge dienen angeblich einem ganz anderen Zweck

Bonn. Überraschende Wende in der Debatte um Vorhänge in einem Bonner Schwimbad. Die sollten die Glasfassade des Schwimmbads „Wasserland“ verdecken - um so muslimisches Frauenschwimmen zu ermöglichen.

Die Bonner CDU hatte das heftig kritisiert. Er finde die Idee „befremdlich“, so der Kreisvorsitzende der Bonner CDU, Christos Katzidis. Doch nun soll alles angeblich ganz anders sein. Die Stadt fühlt sich missverstanden.

Sichtschutz nicht für muslimisches Frauenschwimmen gedacht

Wie der Bonner Generalanzeiger berichtet, dienen die Vorhänge laut Stadt angeblich einem ganz anderen Zweck. „Mit den einfachen Vorkehrungen für einen Sichtschutz für eines der Schwimmbecken im neuen Schwimmbad ist keine Entscheidung getroffen, dass es dort ein Schwimmangebot für muslimische Frauen geben wird“, heißt es demnach in einer Erklärung.

Sichtvorhang für Wettkampfschwimmer?

Ein Sichtschutz für muslimische Frauen sei gar „unnötig“. Sie könnten einen Burkini nutzen. Angeblich sollten die Vorhänge Wettkampfschwimmern helfen, sich beim Training mehr auf ihren Sport zu konzentrieren.

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Der Bürger Bund Bonn glaubt den Erklärungen der Stadt nicht: „Mit seiner durchsichtigen Schutzbehauptung will der OB nur die protestierenden Bürger dieser Stadt beruhigen“, so deren Vorsitzender Marcel Schmitt. (fel)

 
 

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