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Unwetter in NRW verwüstete ganze Straßenzüge

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Sturm Wetter Gewitter , die Folgen des Unwetter in Bochum Foto: Stefan Arend/WAZ FotoPool

Das schwerste Unwetter seit zehn Jahren hat am Montagabend große Schäden in NRW angerichtet. Im Laufe des gesamten Tages herrschte noch Chaos: Bäume blockieren Straßen, Unterführungen sind überflutet, der Bahnverkehr ist weitgehend eingestellt. Hier alle Infos zum Tag in der Chronik.

Am Morgen nach dem schweren Unwetter von Montagabend wird das Ausmaß der Schäden klar: Feuerwehr und THW sind im Dauereinsatz, viele Fahrbahnen sind überflutet, die Deutsche Bahn hatte den Zugverkehr über Stunden komplett eingestellt. Hier sind die Ereignisse von Dienstag in einer Chronik!

  • Aufräumarbeiten dauern wohl noch Wochen
  • Sechs Menschen sterben beim Unwetter in NRW
  • Busse und Bahnen stark eingeschränkt
  • Zu Spitzenzeiten fast 300 Kilometer Stau
  • A40, A43 und A44 teilweise gesperrt
  • Viele Schulen am Mittwoch geschlossen

19.15 Uhr: Nicht nur am Mittwoch, sondern auch am Donnerstag bleiben alle Essener Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen, alle städtischen Bäder und Sportanlagen ebenfalls. Die Mitarbeiter der Stadt müssen mehr als 500 Gebäude an 170 Standorten überprüfen. Die 48 städtischen Kindertagesstätten sollen am Donnerstag wieder öffnen.

19.12 Uhr: Das Sturmtief Christian hat in der Nacht zu Dienstag ganze Straßenzüge in Bochum verwüstet. Böen bis zu 140 km/h rissen selbst große Bäume nieder. Der Verkehr wurde massiv behindert. OB Ottilie Scholz: „Es war grauenhaft.“ Viele Einrichtungen sind jetzt zur Sicherheit gesperrt.

19.06 Uhr: Für die Bereiche Olsberg, Schmallenberg und Winterberg gilt derzeit die höchste Warnstufe der Unwetterzentrale in NRW. Hier kann es besonders heftige Gewitter mit Hagel und Sturmböen geben.

19.03 Uhr: Die Bahn bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit den Taxi-Unternehmen nicht reibungslos läuft. „Es ist in der Tat vorgekommen, dass einzelne Taxifahrer unsere Gutscheine nicht akzeptiert haben“, sagt eine Sprecherin der Bahn auf Nachfrage unserer Redaktion. „Wir haben davon aus Dortmund gehört und vereinzelt auch aus anderen Gebieten.“ Warum – dafür hat die Bahn allerdings keine Erklärung. Der Taxi-Verband NRW ist zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Mit dem Gutschein können sich gestrandete Bahnkunden gratis zum Ziel fahren lassen, abgerechnet wird nachher zwischen dem Taxi-Unternehmen und der Bahn.

18.51 Uhr: Ulrike Fox erlebt, wie eine alte Roteiche in das Haus stürzt, in dem sie lebt. Die Fotodesignerin aus Gelsenkirchen-Buer dokumentiert die Katastrophe mit ihrer Kamera. Am Tag eins nach dem verheerenden Sturm ist die Bueranerin entsetzt und fasziniert gleichermaßen.

18.34 Uhr: Keine der zehn kreisangehörigen Städten kam ungeschoren davon, besonders hart getroffen hat es Castrop, Datteln, Waltrop und Recklinghausen. Gladbeck ist laut Kreis Recklinghausen vergleichsweise „glimpflich“ davongekommen. Die Leitstelle nahm rund 1400 Einsatzmeldungen auf, mehr als 1000 Kräfte kämpften gegen Sturmböen und sintflutartigen Regen. Viele Straße bleiben vorerst gesperrt.

18.25 Uhr: Wegen des Unwetters in NRW ändern Fernsehsender ihr Programm. RTL streicht die Daily Soap „Alles was zählt“ und zeigt um 19.05 Uhr stattdessen die Nachrichtensendung „RTL aktuell spezial: Sturmfront über Deutschland“. Das ZDF fügt um 19.20 Uhr ein „ZDF spezial“ mit dem Titel „Wetterchaos in Deutschland“ ein. Auch die ARD sendet um 20.15 Uhr einen 15-minütigen „Brennpunkt“ mit dem Thema „Gewitterstürme über Deutschland“.

Warnung von schweren Gewittern im zentralen Ruhrgebiet

18.07 Uhr: Die Suche nach dem vermissten kleinen Panda in der Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen wurde vorerst eingestellt. Nachts sei es wegen der Gewitterwarnungen zu gefährlich nach dem Tier zu suchen. Morgen soll die Suche aber wieder aufgenommen werden. Mehr Infos zur Situation in der Zoom Erlebniswelt finden Sie hier.

17.46 Uhr: Ein neues Schlechtwettergebiet zieht über Nordrhein-Westfalen auf. Der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb weiterhin vor schweren Gewittern im zentralen Ruhrgebiet. Die Warnung gilt unter anderem für Essen, Mülheim, Bochum, Gelsenkirchen, Oberhausen und Duisburg. Heftige Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h seien ebenso möglich, wie vier Zentimeter dicke Hagelkörner. Die Warnung gilt noch bis Mittwochmorgen.

17.40 Uhr: Bis zum Nachmittag mussten Feuerwehr und Polizei in NRW 17.000 Mal ausrücken. Das vermeldet das NRW-Innenministerium. Landesweit waren demnach 14.000 Helfer von Feuerwehr und THW im Einsatz. „NRW wurde vom schlimmsten Unwetter seit rund 20 Jahren getroffen“, sagt Innenminister Ralf Jäger (SPD). Sechs Menschen kamen dabei ums Leben, 67 wurden verletzt, 30 von ihnen schwer.

Waldflächen im zentralen Ruhrgebiet vorerst gesperrt

17.28 Uhr: Das Regionalforstamt sperrt aufgrund der Sturmschäden alle Waldflächen im zentralen Ruhrgebiet. Davon betroffen sind Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim, Oberhausen und Teile von Dortmund. Die Gefahr, dass Menschen von herabfallenden Ästen werden, sei zu groß. Durch das Verbot sollen die Bürger vor sich selbst geschützt werden. Die Wälder bleiben mindestens bis Mittwoch, 16. Juni gesperrt.

17.19 Uhr: Wegen der massiven Unwetterschäden im Ruhrgebiet hat der Regierungsbezirk Arnsberg spontane Unterstützung aus Südwestfalen angeboten. 84 Feuerwehreinsatzkräfte aus dem Märkischen Kreis (Plettenberg, Meinerzhagen, Werdohl, Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn) helfen bei den Aufräumarbeiten in Essen. Auch 120 Feuerwehrleute aus Hohenlimburg, 25 Feuerwehrleute und 63 Helfer des THW aus dem Kreis Olpe sowie Feuerwehrkräfte des Sauerlandes aus Meschede und Arnsberg (mit Katastrophenschutz-Material) sind im Einsatz.

Einige Bahnstrecken in NRW bleiben bis mindestens Mittwoch gesperrt 

17.10 Uhr: Heute werden mit Sicherheit nicht mehr alle Strecken der Deutschen Bahn freigegeben. „Das ist ausgeschlossen“, sagt eine Sprecherin des Konzerns. Die Aufräumtrupps hätten bei der Sichtung der Strecken einige böse Überraschungen erlebt: „Mehrere Oberleitungs-Masten sind durch den Sturm weg geknickt.“ Diese müssten nun komplett neu gebaut werden. Deshalb könne man erst am Mittwochmorgen eine vernünftige Prognose darüber abgeben, wann die Strecken wieder befahrbar sind.

17.01 Uhr: Die Provinzial-Versicherung vermeldet eine erste Bilanz der Sturmschäden. Mehrere tausend Versicherte haben demnach bereits Schäden gemeldet. Die Provinzial-Westfalen schätzt die bisherige Schadenssume auf etwa 15 Millionen Euro, die Provinzial-Rheinland rechnet sogar mit über 20 Millionen Euro. Endgültig ist diese Zahl aber nicht. „Wir gehen davon aus, dass auch in den kommenden Tagen noch weitere Schäden gemeldet werden“, schätzt Fabian Hintzler von der Provinzial-Westfalen.

In Aachen wird es schon wieder düster

16.54 Uhr: Hagen und Hohenlimburg sind bislang vom Unwetter verschont geblieben. Allerdings spüren Autofahrer die Auswirkungen der Straßensperrungen im Ruhrgebiet. Wegen der Aufräumarbeiten an der A 40 und am Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest weichen viele Verkehrsteilnehmer über die A 1 in Richtung A 45 (Sauerlandlinie) los. Vor dem Autobahnkreuz Hagen-Süd wird der Stau immer länger. Wer nach Hagen in die Stadt fahren will, der sollte auf der A1 in Richtung Gevelsberg die Abfahrt Hagen-Nord benutzen.

16.42 Uhr: In Oberhausen können Schüler morgen ganz normal zur Schule gehen. Auch die städtischen Kindertagesstätten öffnen regulär. Sturm- und Gefahrenstellen werden – Stand Dienstagnachmittag – rechtzeitig soweit beseitigt, dass morgen früh keine Gefahr mehr für Kinder und Jugendliche besteht.

16.33 Uhr: Die Regionalbahnen von Abellio pendeln zurzeit zwischen Hagen und Witten, da die weitere Strecke nach Essen nicht freigegeben ist. Sie muss komplett nach Schäden abgesucht werden. Zwischen Witten Hauptbahnhof und Essen wird bis zur Wiederfreigabe ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingesetzt. Abellio informiert über den aktuellen Stand auf seiner Internetseite, die allerdings seit Dienstagvormittag gestört war. Auch die von der db regio betriebene S-Bahnlinie 5 von Witten nach Dortmund ist gesperrt.

16.27 Uhr: Würde eine ländliche Region weniger stark unter einem Unwetter wie am Montagabend leiden? Ja, sagt Dr. Monika Steinrücke von der Ruhr-Uni Bochum. „Städte sind besonders verwundbar für extreme Wettereignisse.“ Demnach ist die Infrastruktur in dicht besiedelten Gebieten besonders anfällig. „In ländlichen Gebieten hätte es vermutlich lediglich für einige Stunden überschwemmte Straßen und einige Waldschäden gegeben“, schätzt Steinrücke.

Deutsche Bahn kann nicht abschätzen, wann die Schäden behoben sind

16.19 Uhr: Die Deutsche Bahn kann immer noch nicht abschätzen, wann das Schienennetz in NRW wieder komplett befahrbar sein wird. „Wir haben 4900 Kilometer Schiene. Die zu überprüfen dauert ziemlich lange“, sagt eine Bahn-Sprecherin. Man arbeite mit Hochdruck daran, alle Strecken zu reparieren. Trotzdem sind folgende RE-Strecken weiterhin gesperrt: Dortmund-Köln, Dortmund-Duisburg, Münster-Essen und Essen-Wuppertal. Auch viele S-Bahn-Linien fallen immer noch aus. Weitere Infos finden Sie auf der Website der Deutschen Bahn.

Sperrung der A40 bei Mülheim wird Dienstag nicht mehr aufgehoben 

16.14 Uhr: Die Schulen und Kindertagesstätten in Mülheim bleiben Mittwoch geschlossen. Zunächst muss beurteilt werden, wie stark die Gefahr an den jeweiligen Einrichtungen ist – dies konnte die Stadt durch den heutigen Ferientag noch nicht abschließend feststellen. Auf der städtischen Homepage können betroffene Eltern nachlesen, welche Schulen und Tagesstätten ab wann wieder geöffnet haben.

16.08 Uhr: Am Essener Hauptbahnhof geht immer noch nichts. Es warten hunderte Menschen in glühender Hitze auf ein Taxi. Es läuft zwar alles sehr geordnet, die Bahn sortiert die Menschen nach ihren Zielorten. Aber die Wartenden gehen davon aus, dass sie noch zwei Stunden warten müssen.

16.04 Uhr: Straßen NRW glaubt nicht, dass es im Feierabendverkehr zu einem Verkehrschaos kommt. „Es wird nicht so voll wie heute morgen“, schätzt Straßen-NRW-Sprecher Bernd Löchter. Viele Arbeitnehmer seien heute ohnehin zuhause geblieben.

15.53 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor einem starkem Gewitter im gesamten Kreis Kleve. Sturmböen von Geschwindigkeiten mit bis zu 85 Stundenkilometer seien möglich, ebenso Starkregen und Hagel. Örtlich könne es sogar zu Blitzeinschlägen kommen. Die Warnung gilt bis 17:30 Uhr.

Sperrung der A40 bei Mülheim wird Dienstag nicht mehr aufgehoben

15.46 Uhr: Die Sperrung der A40 in Fahrtrichtung Dortmund wird heute wohl doch nicht mehr aufgehoben. Straßen NRW rechnet damit, dass die Aufräumarbeiten zwischen Mülheim-Dümpten und Mülheim-Heißen noch bis Mitternacht andauern werden. Die A540 bei Grevenbroich in Richtung Köln bleibt sogar noch bis Donnerstag gesperrt. Auf der A3 bei Ratingen hingegen entspannt sich die Lage langsam. Zwei Fahrstreifen in Richtung Köln sind wieder frei gegeben, der dritte soll in wenigen Stunden folgen

15.39 Uhr: „Mein besonderer Dank geht an alle Einsatzkräfte und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die seit Dienstagabend unermüdlich an den Aufräumarbeiten beteiligt sind und die gröbsten Schäden beseitigen“, das erklärte in einer nach dem Gewittersturm kurzfristig anberaumten Pressekonferenz heute Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Die Schäden sind so umfassend, dass es Tage dauern wird, bis die gefährlichsten Hindernisse aus dem Weg geräumt sind. Es hat mich besonders gefreut, dass viele Gelsenkirchener selbst Hand angelegt und in Nachbarschaftshilfe erste Unterstützung geleistet haben.“

15.28 Uhr: Heute Abend droht NRW schon das nächste Unwetter. Derzeit befindet sich die aufziehende Schlechtwetterfront allerdings noch über Belgien und Nordfrankreich. „Die kommenden zwei Stunden sollte es noch ruhig bleiben“, sagt Oliver Klein von der Meteo-Group. Dann drohen erneut heftige Gewitter und Hagel: „Ein derart flächendeckendes Gewitter mit schweren Orkanböen wie am Montagabend wird es aber wohl nicht werden“, sagt Klein.

Am Essener Hauptbahnhof spitzt sich die Lage bei den Wartenden zu 

15.19 Uhr: Am Essener Hauptbahnhof spitzt sich die Lage zu. Die Deutsche Bahn hat Taxischeine an ihre Kunden verteilt. Damit dürfen sich die Passagiere, die auf dem Schienenweg nicht ans Ziel kommen, mit dem Taxi dorthin bringen lassen. Das Problem: Viele Taxifahrer weigern sich, auf die A40 zu fahren, weshalb Fahrgäste, die nach Duisburg oder Bochum müssen, feststecken. Die Deutsche Bahn verteilt Wasserflaschen, die Mitarbeiter fürchten, dass die Passagiere in der Hitze und bei diesem Stress Kreislaufbeschwerden bekommen könnten.

15.13 Uhr: Nicht nur die Deutsche Bahn hat große Probleme ihr Streckennetz zu reparieren. Auch private Bahnbetreiber mussten den Verkehr auf mehreren Linien einstellen. So fahren bei der Nordwest-Bahn derzeit keine Züge auf den Linien RB 36 (Oberhausen – Duisburg-Ruhrort), RB 43 (Dortmund – Dorsten) und RB 44 (Dortmund – Dorsten). Auch bei der Regio-Bahn und der Eurobahn gibt es Probleme.

15.07 Uhr: Keine Toten, keine Verletzten, Gott sei Dank“, meldet der Lagedienst der Feuerwehr in Bottrop. Inzwischen wird die Feuerwehr von Kräften aus Borken unterstützt, die sie am Morgen bei der Bezirksregierung angefordert hatte. Im Stadtgarten hat ein gestürzter Baum das denkmalgeschützte Torhaus beschädigt.

15.00 Uhr: Die Suche geht weiter. Einer der insgesamt zwei kleinen Pandas in der Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen wird immer noch vermisst. Das zweite Tier wurde mittlerweile medizinisch versorgt und liegt in der Veterinärstation des Zoos. In sein Gehege kann der Kleine Panda nicht zurück – es ist völlig zerstört. Mehr zur Situation in der Zoom-Erlebniswelt lesen Sie hier.

14.47 Uhr: Nach dem schweren Unwetter fallen Müllabfuhr und Straßenreinigung in Essen am Dienstag aus: Die Fahrzeuge können den Hof nicht verlassen, weil zahlreiche alte Platanen auf der Pferdebahnstraße quer liegen. Am Recyclinghof Werden ist die Zufahrt versperrt und der Hof geschlossen, ebenso an der Annahmestelle Pferdebahnstraße. Die restlichen Recyclingstationen sind aber geöffnet. Ab Mittwoch kann die Müllabfuhr wohl wieder fahren, schätzen die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE). Mitarbeiter von Müllabfuhr und Straßenreinigung sollen ihren Dienst bereits um 6 Uhr morgens beginnen.

14.44 Uhr: Die Sperrung der A40 Duisburg Richtung Essen zwischen Mülheim-Dümpten und Mülheim-Heimaterde dauert laut Polizei voraussichtlich bis zum Abend an. Da die Sperrung mittlerweile bekannt ist, staut es sich „nur“ noch auf drei Kilometern.

14.40 Uhr: In Dortmund kommt die Feuerwehr nicht zur Ruhe. Über 1000 Einsätze zählten die Helfer bisher, davon konnten 240 Anfragen aber noch nicht bearbeitet werden. Außerdem melden sich auch weiterhin Bürger mit neuen Problemen.

14.31 Uhr: Umgeknickte Bäume führen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Bottrop. Auf der Verbindung zwischen den Autobahnen A 2 und A 42 – Kirchhellener Straße, Friedrich-Ebert-Straße und Hans-Sachs-Straße – ist der Verkehr nach Angaben der Stadt weitgehend zum Erliegen gekommen. Autofahrer werden gebeten, diesen Bereich zu meiden.

20.000 Blitzeinschläge in einer Stunde in NRW 

14.23 Uhr: Diese Zahlen zeigen, wie schwer das Unwetter vom Montagabend war. Etwa 20.000 Blitzeinschläge wurden laut Meteo-Group innerhalb von einer Stunde in NRW registriert. Auch die gemessenen Windgeschwindigkeiten sind ziemlich beängstigend. Am Düsseldorfer Flughafen blies der Sturm mit bis zu 142 km/h, 133 km/h waren es in Neuss und 125 Stundenkilometer in Essen. Damit ist das Unwetter nun auch offiziell ein Orkan. Dafür sind nämlich „nur“ 118 km/h nötig.

14.11 Uhr: Insgesamt 190 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Berufsfeuerwehr sind allein in Gelsenkirchen im Einsatz. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt derzeit auf Gelsenkirchens „Hauptschlagader“, der Kurt-Schumacher-Straße. Dort wurde das Dach einer Firma abgedeckt, weshalb die Straße im Moment nicht befahrbar ist. Mehr zur Situation in Gelsenkirchen finden Sie hier.

13.59 Uhr: Auf Grund des Unwetters hat die Stadt Herne vorerst alle Sportplätze gesperrt. Auch die Schulen bleiben noch am Mittwoch geschlossen, sagt Stadtsprecher Horst Martens. Man wolle kein Risiko eingehen, sagt er.

13.40 Uhr: Nach 300 Kilometern Stau am Morgen ist die Verkehrsbelastung jetzt deutlich gesunken — zumindest gemessen an Kilometern auf der Autobahn. Laut WDR sind es jetzt „nur noch“ 138 Kilometer Stau. Auf der A3 zwischen Oberhausen und Ratingen sind es trotzdem noch 25 Kilometer. Einige Abschnitte bleiben weiter gesperrt, und zwar Teile von A40, A43 und A44.

13.32 Uhr: Die Verbindung von der A2 auf die A45 im Dortmunder Nordwesten bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Straßen NRW muss die Fahrbahn erst freiräumen.

13.24 Uhr: Neben Bochum sind auch die Schulen in Gelsenkirchen und Essen am Mittwoch geschlossen. Sicherheitshalber müssen auf den Schulhöfen alle Bäume auf ihre Standsicherheit geprüft werden. In Dortmund sind die Schulen morgen aber geöffnet.

13.13 Uhr: Auf einer Sturm-Pressekonferenz in Bochum gibt’s kaum ermutigende Nachrichten: Die Behörden erwarten in der Stadt höhere Schäden als durch Super-Sturm Kyrill. Einer der Gründe: Kyrill schlug Anfang Februar zu, als die Bäume keine Blätter trugen. Bei Unwetter Christian standen die Bäume im Volllaub — und waren entsprechend schwer.

13.08 Uhr: Laut Störungsmonitor der Deutschen Bahn sind nur noch diese Strecken gesperrt. Hier bietet die Bahn Taxi-Gutscheine an – aber die Fahrt kann dauern.

  • Dortmund/Essen/Düsseldorf/Köln
  • Dortmund/Gelsenkirchen/Duisburg
  • Münster/Recklinghausen/Essen
  • Hamm/Münster
  • Essen/Velbert/Wuppertal

13.02 Uhr: Das Verkehrschaos in Bottrop ist ungeheuer: Weil in Essen alle großen Straßen dicht sind, gibt es Chaos auf den Bottroper Ausfallstraßen. Die A42 ist weiterhin gesperrt. Aber der Sturm hat laut Polizei keine Verletzten gebracht. Die Feuerwehr hatte um 10 Uhr noch 140 unbearbeitete Einsätze vor der Brust. Über die Bezirksregierung hat die Feuerwehr Verstärkung angefordert, die vermutlich aus Borken kommen wird.

Unwetter12.51 Uhr: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat seinen für heute geplanten Besuch in Essen abgesagt. Die Verkehrsprobleme nach dem Unwetter versperrten ihm den Weg. Auch NRW-Verkehrsminister Michael Groschek konnte deshalb nicht kommen. Beide sollten auf einer RAG-Tagung sprechen.

12.47 Uhr: Die Stadt Bochum warnt nicht nur vor dem Betreten von Wäldern und Parks. Auch Sportplätze, Spielplätze und Friedhöfe sind in den nächsten Tagen gesperrt. Das ist aus Sicherheitsgründen in den meisten Städten so.

12.39 Uhr: Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns über die Schäden in Bochum und Gelsenkirchen: „Wir haben Schäden auf nahezu allen Linien, wir haben 40 Fahrleitungsschäden, auf einigen Teilstücken sind bis zu einhundert Meter Oberleitungen runter gekommen. In Gelsenkirchen ist ein komplettes Dach auf eine Oberleitung gefallen. Teilweise sind Straßen überflutet. Wir rotieren ohne Ende. Und das seit mitten in der Nacht.“

12.29 Uhr: Das Unwetter hat Mülheim massiv erwischt. Die Rettungsdienste haben bislang 15 teils schwer verletzte Menschen ins Krankenhaus gebracht. Straßen, Tunnel und U-Bahn-Schächte stehen unter Wasser. Starke Probleme gibt es auch im Nahverkehr: Busse und Bahnen fahren nur eingeschränkt bis gar nicht.

Schulen geschlossen – Panda im „Zoom“ verschwunden 

12.05 Uhr: Die Aufräumarbeiten in Dortmund langsam schreiten voran. Bislang haben 660 Hilfskräfte Straßen von Bäumen und Ästen befreit. Bislang hat die Feuerwehr 600 Einsätze hinter sich gebracht — 200 stehen noch an. Im Einsatz wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

11.54 Uhr: Die Bochumer Schüler dürften sich freuen: Am Mittwoch bleiben alle Schulen geschlossen. Die Freibäder aber leider auch… Heute waren ohnehin noch Pfingstferien.

11.50 Uhr: Die erste Bilanz des Landesbetriebs Straßen NRW ist entmutigend: Überall sind die Straßenmeistereien dabei, die Schäden zu beseitigen. Dennoch würden die Aufräumarbeiten noch mehrere Wochen dauern, heißt es in der Mitteilung. Der Schaden ist noch nicht bezifferbar.

11.46 Uhr: Auf den Dortmunder U-Bahn-Linien U41 und U47 kommt es immer noch zu Störungen, vor allem im Norden der Stadt. Aktuelle Hinweise auch für die Buslinien 439, 456, 461, 466, 470, 480 und 482.

11.30 Uhr: Der Dortmunder Zoo hat geöffnet. Im Gegensatz zur Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen: Die ist heute wegen Sturmschäden geschlossen. Herabstürzende Äste und Bäume hatte einige Gehege beschädigt — das Panda-Gehege sogar so stark, dass zwei Pandas ausbüxen konnten. Einer ist wieder da, für den anderen befürchtet der Zoo „das Schlimmste“.

11.12 Uhr: Wie viele andere Parks im Ruhrgebiet bleibt auch der Dortmunder Westfalenpark am Dienstag geschlossen. Zudem warnt das Tiefbauamt vorm Betreten der Wälder und Parks. Das hatten auch andere Städte im Ruhrgebiet schon getan. Grund: Angeschobene Bäume könnten kippen — angeknackste Äste brechen.

Gesperrte Autobahnen – verzweifelte Bahn-Pendler 

10.56 Uhr: Auf diesen Autobahnen ist momentan laut WDR der Stau am längsten: A2 zwischen Oberhausen und Dortmund in beiden Richtungen insgesamt 33 Kilometer, A3 Oberhausen bis Kreuz Breitscheid 33 Kilometer, A40 bis nachmittags gesperrt zwischen Mülheim-Styrum und Heimaterde, A42 zwischen den Kreuzen Duisburg-Nord und Essen-Nord 15 Kilometer, A43 zwischen Kreuz Recklinghausen und Herne-Eickel bis Mittwoch gesperrt, A52 Mönchengladbach-Neuwerk bis Büderich 20 Kilometer, A57 Moers bis Dreieck Neuss-Süd 30 Kilometer.

10.42 Uhr: Mehrere Parks im Ruhrgebiet sind heute erstmal tabu – vielleicht auch länger. Im Dortmunder Westpark liegen so viele Äste auf den Wiesen, dass das Grillen und Feiern wohl erstmal flachfällt.

10.40 Uhr: So hat es gestern ausgehen,als das Unwetter anrückte. Twitterer Gregor Peter hat es in seinem Account @L0gg0l festgehalten:

10.34 Uhr: Am Hauptbahnhof Duisburg sind die Gleise voller Menschen. Seit Stunden stehen Pendler, Schüler, Studenten und Reisende und hoffen auf die Info-Schilder — aber da steht nur: „Auf Durchsage achten“. Nur der Verkehr Richtung Wesel und Xanten läuft, auch die S-Bahn nach Duisburg-Entenfang fährt. Dennoch bleiben die Leute ruhig. Offenbar hat die Nacht so viel Verwüstung gebracht, dass das Warten als kleineres Übel betrachtet wird. Ein Mann sagt: „Ich warte schon zwei Stunden, wenn jetzt nix geht, geh‘ ich in die Stadt Kaffee trinken.“ Am Bahnhof geht das wegen der langen Schlangen nämlich nicht. Auch vor den WCs bilden sich lange Schlangen.

10.21 Uhr: Es geht langsam, aber es geht: Auf der Infoseite der Deutschen Bahn tröpfeln im Halbstunden-Takt neue Bahnstrecken ein, die wieder frei und befahrbar sind.

Städte richten Hotlines ein – Bahn gibt Taxi-Gutscheine aus 

10.18 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat eine Sonderhotline im Rathaus eingerichtet, in der Bürger alle Fragen rund ums Thema Unwetterschäden richten können. Die 0211/8990000 oder 0211/8990001 sind ab sofort erreichbar. Die Hotline der Stadt Essen ist unter 0201/1238888 erreichbar.

10.12 Uhr: Das Duisburger Umweltamt warnt dringend davor, die Wälder zu betreten. Besonders im Duisburger Süden sind Bäume umgestürzt und Baumkronen ausgebrochen. Dies gilt vor allem für die Bereiche Kaiserberg, 6-Seen-Platte, Regattabahn und Stadtwald. Die Aufräumarbeiten dauern vermutlich mehrere Wochen, heißt es in einer Pressemittelung.

9.54 Uhr: Das Unwetter hat in Duisburg einen Schaden von 1,2 Millionen Euro angerichtet. So lauten die Schätzungen von Polizei und Feuerwehr. Personen kamen in der Stadt nicht zu Schaden. Die größten Schäden gibt es im Duisburger Süden. Meist wurden Autos von Bäumen und Ästen getroffen.

9.48 Uhr: Chaos auch am Dortmunder Hauptbahnhof: Hunderte Fahrgäste stehen in der Halle und auf dem Vorplatz. Sie wollen weiter — wissen aber nicht wie. Bahn-Mitarbeiter geben massenweise Taxi-Gutscheine aus. Weit über 1000 Gutscheine sollen es schon gewesen sein. Aber Taxen gibt’s nicht. Die Wartenden stehen in einer langen Reihe am Wall. Einige Taxifahrer weigern sich sogar, Richtung Westen zu fahren.

9.45 Uhr: Nach der Gewitterwarnung von 7 Uhr folgt jetzt (mal wieder) eine Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes für den Tag: Von 11 bis 19 Uhr ist mit gefühlten Temperaturen über 32 Grad zu rechnen — am dritten Tag in Folge.

9.40 Uhr: In Düsseldorf geht nichts geht mehr — nicht nur auf den Autobahnen: Auf den Ausfallstraßen Richtung Ruhrgebiet ist der Verkehr komplett zusammengebrochen. Die ganze Stadt steckt im Stau. Überall liegen Bäume auf den Fahrbahnen. Auf der A44 am Nordstern geht in beide Richtungen nichts mehr, die Ausfahrt Richtung City ist gesperrt. Auch die meisten Bahnen fahren nicht. Betroffen ist auch die U79, also die wichtigste Verbindung von Duisburg nach Düsseldorf.

9.25 Uhr: Das Unwetter hat auch in Niedersachsen erheblichen Schaden verursacht. Mehrere Dachstühle gingen nach Blitzeinschlägen in Flammen auf. Außerdem kam es zu Überflutungen. Menschen wurden nach ersten Angaben der Polizei in Niedersachsen nicht verletzt.

9.18 Uhr: Die Sturmschäden haben nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr: Die Stadt Bochum meldet, dass heute alle Wochenmärkte im Stadtgebiet ausfallen.

9.09 Uhr: Erste Bilanz der Polizei Düsseldorf: Über 250 Beamte waren nach dem Unwetter im Einsatz. Allein im Stadtgebiet zählte die Leitstelle von 20.30 Uhr bis 6 Uhr mehr als 600 witterungsbedingte Einsätze.

8.40 Uhr: Auf der A43 hat der Sturm besonders stark gewütet: Zwischen dem Kreuz Recklinghausen und Herne-Eickel ist die Autobahn Richtung Wuppertal komplett gesperrt — und zwar noch bis Mittwoch. Laut Polizei brauchen Feuerwehr und THW noch lange, bis Überflutungen und umgestürzte Bäume beseitigt sind. Der Stau ist 10 Kilometer lang. Problem: Auch die Umleitungsstrecken sind dicht. Immerhin meldet die Autobahnpolizei Dortmund keine Sperrungen mehr auf ihren Strecken.

8.22 Uhr: Die Feuerwehr Mülheim meldet 300 Einsätze allein in der Nacht. Um 10 Uhr kommt Hilfe aus aus dem Regierungsbezirk Detmold: Die Mülheimer haben Unterstützung angefordert, und die kommt mit mehreren Fahrzeugen und 120 Einsatzkräften.

8.12 Uhr: Fast 300 Kilometer Stau meldet der WDR auf den Autobahnen. In den Innenstädten geht’s weiter: Auch hier sind noch viele Straßen dicht. Und wann die Störungen im Bahnverkehr behoben sind kann die DB auch noch nicht absehen. Hier eine Liste der Linien, die fahren!

7.47 Uhr: Auf dem Pfingst-Openair in Essen-Werden wurden laut Polizei 16 Festival-Besucher verletzt — zehn davon schwer. Sie waren durch umherwehende Äste und einstürzende Bühnenteile verletzt worden.

5000 Polizei-Einsätze und 300 Kilometer Stau 

7.44 Uhr: Die Landesleitstelle der Polizei zieht eine erste Bilanz des Unwetters: Allein die Polizei fuhr in der Nacht 4890 Einsätze in NRW. Mindestens fünf Menschen kamen durch das Unwetter ums Leben. Ein weitere Mann starb wahrscheinlich an einem Infarkt, als gerade mit einen Ast von der Straße räumte. 30 Personen wurden schwer verletzt, 37 wurden leicht verletzt. Die Polizei rückte zu 90 witterungsbedingten Verkehrsunfällen aus.

7.40 Uhr: Solche Verkehrmeldungen hört man wirlich selten — vor allem dann nicht, wenn noch Schulferien sind: Auf der A3 zwischen den Kreuzen Oberhausen und Ratingen-Ost meldet der WDR 30 Kilometer Stau.

7.34 Uhr: In Essen fahren die U-Bahnen nur eingeschränkt. Die Infos der EVAG: Die U11 fährt zwischen Gruga und II. Schichtstraße, die U17 zwischen Planckstraße und Berliner Platz und die U18 zwischen Wickenburg und Berliner Platz.

7.31 Uhr: Auch in Bochum fahren keine Busse. Aber die Straßenbahnen sind (eingeschränkt) unterwegs: Die 310 wird verlängert und fährt von Höntrop bis Laer-Mitte. Die Linie 379 fährt mit kleinen Änderungen, die 345 fährt von Bochum-Hbf bis Langendreer Markt. Die U35, 320, 375, 376 und 378 fahren teils mit Änderungen.

7.26 Uhr: In Gelsenkirchen fährt fast kein Bus — umgefallene Bäume erschweren die Fahrt. Auch die Straßenbahn-Linie 302 fährt nicht, die 301 fährt zwischen Hauptbahnhof und Bergwerk Consolidation.

7.23 Uhr: Auf der Schiene geht heute Morgen nix — und auch viele Autobahnen sind dicht. Besonders schlimm ist es hier: Auf der A40 zwischen Dortmund und Bochum staut sich laut WDR der Verkehr auf über 15 Kilometern. Die Sperrung A43 zwischen Marl und Recklinghausen führt zu 8 Kilometern Stau. A57 staut sich der Verkehr zwischen Rheinberg und Krefeld auf 20 Kilometern. Und auch überall sonst ist es voll.

7.14 Uhr: Und die Unwetterzentrale meldet schon das nächste Unwetter für die Region. Zum Beispiel für den Kreis Recklinghausen: Zwischen 7.30 und 8 Uhr warnt der Wetterdienst vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h.

7.06 Uhr: Durch die Folgen des Unwetters sind viele Straßen in und um Düsseldorf noch immer unpassierbar. Es ist mit sehr starken Behinderungen des Berufsverkehrs zu rechnen. Der Öffentliche Personennahverkehr wurde zudem eingestellt. Die Polizei rät allen Verkehrsteilnehmern, erheblich längere Anfahrtszeiten einzuplanen. Wer kann, der sollte heute unbedingt von einer Fahrt nach Düsseldorf absehen.

Deutsche Bahn fährt alle Strecken ab 

7 Uhr: 64 Störungen meldet das System der Deutschen Bahn. Fünf Turmtriebwagen arbeiten sich gerade über alle beschädigten Strecken in NRW, erklärt ein Bahnsprecher. Von einer Arbeitsbühne aus reparieren die Mitarbeiter die Oberleitungen.

6.52 Uhr: Welche Bahnen fahren? Ein DB-Sprecher gibt Auskunft: Von Köln Richtung Süden und Süd-Westen sieht’s gut aus. Von Dortmund aus fahren Bahnen nach Hamm/Bielefeld und nach Hagen/Wuppertal. Von Wuppertal aus richte die Bahn gerade einen Busshuttle nach Düsseldorf ein, der den Regionalexpress ersetzen soll.

6.35 Uhr: Der WDR meldet inzwischen einen sechsten Toten: In Krefeld ist ein Radfahrer von einem Baum getroffen werden, der auch eine Stromleitung mitgerissen hatte. Der Mann starb durch einen Stromschlag.

6.18 Uhr: Pendler, die mit dem Zug zur Arbeit wollen, sollten sich besser nicht auf den Online-Abfahrtsmonitor der Deutschen Bahn verlassen. Laut Homepage sind einige Bahnen pünktlich — aber das heißt nicht, dass sie auch fahren. Also besser nachfragen! (mit dpa)