NRW: Feuer in Kraftwerk – Videos zeigen meterhohe Rauchsäule

Die Rauchschwaden waren über weite Entfernungen hinweg zu sehen.
Die Rauchschwaden waren über weite Entfernungen hinweg zu sehen.
Foto: Vanessa Sadler/dpa

Porta Westfalica. Am Mittwochabend ist es zu einem verheerenden Brand in einem alten Steinkohlekraftwerk in Porta Westfalica gekommen. Bauarbeitern war das Feuer im stillgelegten Kraftwerk Veltheim während ihrer Abrissarbeiten aufgefallen.

Die Arbeiter hatten noch am selben Tag mit dem Abriss begonnen. Aus bislang ungeklärter Ursacher brach plötzlich ein Feuer im Bereich der ehemaligen Rauchgasentschwefelungsanlage aus.

Porta Westfalica: Ehemaliges Kraftwerk fackelt ab

Wie das Mindener Tagesblatt berichtet, waren rund 20 Arbeiter vor Ort, die noch versuchten das Feuer mit eigenen Mitteln zu löschen. Da der Löschversuch jedoch erfolglos war, rückte die Feuerwehr mit rund 120 Einsatzkräften zur Industriebrache aus.

Nach einer langen Nacht konnten die Einsatzkräfte den Brand glücklicherweise eindämmen. Die Feuerwehr ließ das Gebäude zunächst kontrolliert ausbrennen und kümmerte sich dann um die noch bestehenden Brandherde.

Durch eine hohe Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte zunächst nicht löschen

Da die Anlage seit 2015 stillsteht und nun nach und nach abgerissen werden soll, bestand eine hohe Einsturzgefahr.

Daher entschied die Feuerwehr, die Einsatzkräfte nicht zu gefährden und das Gebäude kontrolliert den Flammen zu überlassen. Nachdem mehrere Gebäudeteile eingestürzt waren, konnten die übriggebliebenen Brandnester gelöscht werden.

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Keine Gefahr für die Bevölkerung

Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht. Die meterhohe Rauchwolke zog über den Abend und die Nacht viele Schaulustige an, Meldungen von Verletzten oder Vermissten gibt es bisher glücklicherweise keine.

Die Abrissarbeiten finden im Zuge eine groß angelegten Umbauaktion des ehemaligen Kraftwerkgeländes statt. Dort soll nach und nach ein großzügiger Mix aus Gewerbe-, Industrie- und Freizeitangeboten entstehen.

Großflächige Umbauaktion des Geländes

Der Plan sieht vor, das Gebiet in drei Flächen zu unterteilen. Den größten sollen Gewebe- und Industrieflächen ausmachen. Weiterhin soll ein Teil des Geländes weiterhin zur Stromerzeugung genutzt werden.

Der letzte Teil soll zur Freizeitgestaltung an einem Bachlauf entstehen. Ziel ist es, den Hafen an der Weser als Freizeitort zu erhalten und auszubauen. In direkter Nähe findet das alljährliche „Umsonst & Draußen“-Festival statt.

„Umsonst & Draußen“ findet nach bisherigem Stand statt

Im Netz machen bereits erste Gerüchte die Runde, dass das vom 2. bis 4. August stattfindende Festival wegen des Brandes abgesagt werden würde.

Auf ihrer Facebookseite hat das Team bereits bekanntgegeben, dass es von offizieller Seite noch keine Absage der Veranstaltung gibt. Sie bitten deshalb darum, den Spekulationen und Mutmaßungen keine Aufmerksamkeit zu schenken und sie auch nicht weiter zu verbreiten. (db/dpa)

 
 

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