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NRW: Hiobsbotschaft für Millionen Pendler! VRR will deutlich weniger Bahnen einsetzen

Ab 2024 droht ein Engpass bei Fahrten mit dem VRR! Der Verkehrsverbund droht damit, weniger Bahnen einzusetzen. Der Grund: gestiegene Kosten.

NRW
© IMAGO / Jochen Tack

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Na, als ob das Chaos für Pendler nicht schon groß genug ist! Sukzessive wird der Pendler in NRW darauf getrimmt, das eigene Auto (wenn vorhanden) stehen zu lassen. Hohe Spritpreise, immer weniger Parkmöglichkeiten, marode Straßen, Baustellen, lange Staus, dazu immer mehr autofreie Straßen selbst in den Städten – wer mit dem eigenen Wagen zur Arbeit fährt, muss sich auf einiges einstellen.

Und selbst wer auf Bus und Bahn umsteigt, ist nicht sorgenfrei. Ab Mai soll das 49-Euro-Ticket wenigstens für etwas stressfreie Zeiten sorgen. Doch schon im Jahr 2024 könnten einzelne Linien im öffentlichen Nahverkehr in NRW ausgedünnt werden – und zwar massiv, wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) warnt!

NRW: Hiobsbotschaft für Millionen Pendler! VRR will weniger Bahnen einsetzen

Das Zugangebot könnte um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Im Klartext: Ein Viertel aller Verbindungen könnten ersatzlos gestrichen werden! Der VRR begründet das mit fehlenden Geldern für die Finanzierung von Personal und Energie. In beiden Bereichen seien die Kosten zuletzt gestiegen. Jetzt macht man Druck auf Bund und Land!

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Der VRR finanziert sich hauptsächlich aus zwei Quellen: zum einen aus den Fahrgeldeinnahmen, zum anderen aus Zuschüssen der öffentlichen Hand, also von Steuergeldern. Zuletzt erhöhte der VRR Anfang 2023 die Ticketpreise. Sollte kein Geld mehr aus öffentlicher Hand in den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in NRW fließen, bedeute das laut VRR: „Ganze Netze müssen eingestellt oder stark reduziert werden“.

VRR fordert mehr Geld aus öffentlicher Hand

Die Drohung geht noch weiter: Selbst auf der Hauptstrecke des Rhein-Ruhr-Express (RRX) von Rheinland über das Ruhrgebiet nach Westfalen könnte das zu einer „erheblichen Angebotsreduzierung“ führen. Aktuell seien nur die Kosten für 2023 gedeckt. Vor allem aktuelle Tarifforderungen „würden die Kosten für die Arbeitgeber noch einmal deutlich in die Höhe treiben.“


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Das Land NRW reagierte bereits, stellte in Aussicht, die Mehrkosten für Energie zu tragen. Jetzt sei laut VRR aber mehr Geld für Personal, Leistungsausweitungen und Reaktivierungen nötig. Erst Ende 2021 hatte das Land NRW angekündigt, bis 2032 insgesamt drei Milliarden Euro für den ÖPNV bereitzustellen. Die Mittel seien damit um 50 Prozent erhöht worden. Reicht wohl noch nicht – und die Pendler müssen leiden…