Veröffentlicht inRegion

NRW: Frau (25) stirbt bei Fahrradunfall in Bonn – Ersthelferin erhebt schwere Vorwürfe

Düsseldorf.jpg
Foto: imago images / snapshot

Bonn. 

Ein Lkw-Fahrer (63) hat am Montagvormittag in Bonn (NRW) beim Abbiegen eine 25-jährige Radfahrerin offenbar übersehen und erfasst. Die Frau wurde dabei schwer verletzt und erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Eine Frau, die an der Unfallstelle Erste Hilfe geleistet hat, hat nun schwere Vorwürfe gegen die anderen Verkehrsteilnehmer erhoben.

Bonn/NRW: Lkw erfasst Radfahrerin

Die 25-Jährige fuhr gegen 10.15 Uhr mit ihrem Rad auf der Bornheimer Straße von der Innenstadt kommend in Richtung Feuerwache. Der 63-jährige Lkw-Fahrer war in gleicher Richtung unterwegs und befuhr den Abbiegestreife in Richtung Heinrich-Böll-Ring. Beim Abbiegen übersah er nach ersten Erkenntnissen die Frau und erfasste sie.

Die 25-Jährige verletzte sich dabei lebensgefährlich. Die Rettungskräfte und ein Notarzt behandelten die Frau vor Ort, bevor ein Rettungswagen sie in ein Krankenhaus brachte. Dort erlag sie ihren schweren Verletzungen.

————————————

• Mehr Themen:

Paketbote fährt Radfahrer über den Haufen – dann geht er mit einem Messer auf ihn los

CDU-Politikerin stellt krasse Forderung – und blamiert sich völlig

• Top-News des Tages:

Mann stirbt beinahe, weil er sich nicht operieren lassen will – dann hat sein Arzt diese Idee

Gelsenkirchen: Auto ohne Fahrer steht quer auf den Gleisen – Straßenbahn kommt nicht weiter

————————————-

Ersthelferin beklagt: „Es sind einfach alle vorbeigefahren“

Eine Ersthelferin erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die nicht vorhandene Hilsbereitschaft der übrigen Verkehrsteilnehmer. „Es sind einfach alle vorbeigefahren, direkt neben der Frau standen zwei Männer, die ihr aber nicht geholfen haben“, sagte sie dem Bonner General-Anzeiger.

Sie selbst habe ihr Auto am Straßenrand geparkt und den Notarzt gerufen, während ihre Beifahrerin sich mit dem Notfall-Set um die Verletzte gekümmert habe. Andere Verkehrsteilnehmer hätten währendessen ungeduldig gehupt, weil das Auto halb auf dem Radweg und halb auf der Straße stand.

Mann behindert Unfallaufnahme

Die Polizei sperrte den Straßenbereich des Heinrich-Böll-Rings während der Unfallaufnahme. Währenddessen überstieg ein 49-Jähriger die Absperrungen und lief durch die Unfallstelle.

Als der Mann nicht auf die mehrfach erfolgte Ansprache der Polizisten reagierte, brachten die Einsatzkräfte in zu Boden und fixierten ihn. Wie die Polizei mitteilte, ist der Mann als „Betäubungsmittelkonsument“ bekannt.

Er erhielt anschließend einen Platzverweis. Die Polizisten erstatteten außerdem Anzeige wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeikräfte. (vh/mit dpa)