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NRW: Böllerverbot an Silvester! Hier musst du höllisch aufpassen

Du willst es in deiner NRW-Stadt in diesem Jahr richtig krachen lassen? Dann solltest du die diesjährigen Böllerverbote kennen:

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Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Laut der Polizei-Kriminalstatistik ist die Kriminalität in NRW 2022 leicht angestiegen. In den vergangenen sechs Jahren war sie noch stetig gesunken. Mit knapp 1,37 Millionen Delikten gab es einen Anstieg um 13,7 Prozent zum Vorjahr.

Für die einen gehört es wie Kartoffelsalat und Würstchen oder Raclette zum Weihnachtsfest dazu, wieder anderen ist es schon seit Jahren ein Dorn im Auge: Bei der Böllerei zu Silvester scheiden sich hierzulande die Geister. Denn während es die einen zum Jahreswechsel ordentlich krachen lassen wollen, denken andere beim Blick auf die Feuerwerke am Himmel nur an die Umwelt und drohende Unfälle.

In NRW wurde das Böllerverbot in den Vorjahren immer weiter ausgeweitet. Wer in diesem Jahr damit rechnete, das wieder munter drauf losgeknallt werden darf, müssen wir leider enttäuschen. Aufgrund von Ausschreitungen ziehen einige NRW-Kommunen in diesem Jahr drastische Konsequenzen – zum Teil sogar zum allerersten Mal.

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Revier-Städte sind sich uneins

Im Ruhrgebiet entscheidet man Stadt für Stadt anders, was das Böllerverbot angeht. In Duisburg und Oberhausen spricht man sich so in diesem Jahr gegen ein striktes Böllerverbot aus. Der Grund: Die Überwachung würde zu viel Personal in Anspruch nehmen. „Weiterhin ist davon auszugehen, dass sich die Problematik so lediglich in andere Bereiche verlagern würde“, so ein Stadtsprecher gegenüber dem WDR. Außerdem hätten die Städte keine Partymeilen wie andere NRW-Regionen. Doch gerade in Duisburg erscheint der Entschluss gegen ein Böllerverbot kurios, hatte es hier im Vorjahr doch einige Angriffe auf Passanten, Polizei oder Rettungskräfte gegeben.


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Auch in Dortmund verabschiedet man sich erstmals seit 2016 vom Pyrotechnik-Verbot. Die einzige Ausnahme bilde der Friedensplatz, auf dem auch an diesem Silvester kein Feuerwerk zünden darf.


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Anders hat sich dagegen in diesem Jahr die Stadt Bochum entschieden. Erstmals soll hier im Partyviertel „Bermuda-Dreieck“ das Zünden von Böllern verboten werden. Auch hier war es in den Vorjahren zu Ausschreitungen und Angriffen auf Polizeibeamte gekommen.

NRW-Großstadt zieht erstmals bei Böllerverbot mit

Dem Böllerverbot schließt sich auch die Stadt Köln in diesem Jahr wieder an – allerdings mit einem gravierenden Unterschied zum Vorjahr. Erstmals soll auch der linksrheinische Teil der Innenstadt zwischen dem Rhein und den Ringen mit einem Böllerverbot glänzen. „Wir reagieren damit auf Beschwerden von Bürgern, die sich in den vergangenen Jahren über den Lärm, aber auch die in der dicht bebauten Innenstadt besonders hohe Feinstaubbelastung beklagt haben“, so die Kölner Stadtdirektorin gegenüber dem WDR. Gleiches gelte auch in Düsseldorf in der kompletten Altstadt und der Rheinuferpromenade. Wer sich nicht daran halte, müsse 200 Euro Strafgebühr zahlen.

Neben der Pott-Stadt Bochum beteiligt sich auch die NRW-Großstadt Münster in diesem Jahr zum ersten Mal am Böller- und Knallverbot. Dieses gelte sowohl auf dem Domplatz, als auch auf dem Bahnhofsvorplatz und dem Prinzipalmarkt. „In der zurückliegenden Silvesternacht ist es in diesen Bereichen zu einem leichtfertigen und unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik gekommen. In der Folge waren leider auch Verletzungen und Gefährdungen von Personen festzustellen“, erklärte der Ordnungsdezernent der Stadt Münster gegenüber dem Fernsehsender.

Ein Gutes hat das Böllerverbot allerdings: Dadurch könnten NRWs Anwohner in diesem Jahr einiges an Geld sparen. Denn die hohe Inflation wird auch an Feuerwerkskörpern nicht spurlos vorbeiziehen.