Veröffentlicht inRegion

Krefelder Zoo: Überraschende Nachricht nach Feuerinferno: „Wir werden alles dafür tun…“

Krefelder Zoo: Überraschende Nachricht nach Feuerinferno: „Wir werden alles dafür tun…“

Krefelder-Zoo.jpg
Mehr als 30 Tiere verloren bei dem Brand im Krefelder Zoo ihr Leben. Nun hat der Aufsichtsrat entschieden, wie es weitergeht. Foto: imago images / Revierfoto

Krefeld. 

Der Schock nach dem dramatischen Brand im Affenhaus im Krefelder Zoo sitzt noch immer tief. In der Silvesternacht setzte eine Himmelslaterne das Gehege in Brand. Mehr als 30 Tiere kamen in den Flammen ums Leben, darunter Menschenaffen, Flughunde und Vögel.

Tagelang trauerten Besucher, Zoo-Mitarbeiter und Pfleger – vor den Toren des Zoos legten Menschen Kerzen, Kuscheltiere und Blumen nieder. Ob es im Krefelder Zoo auch nach dem Unglück weiter Affen geben soll, war unklar. Nun hat der Aufsichtsrat eine Entscheidung getroffen.

Krefelder Zoo: Aufsichtsrat will weiter Affen im Zoo

Die Entscheidung des Aufsichtsrats steht: Der Krefelder Zoo wird auch weiterhin Menschenaffen beherbergen. Das hat der Zoo auf seiner Internetseite verkündet. Dazu soll ein neues Affenhaus gebaut werden.

Rund drei Wochen sind seit der schrecklichen Tragödie im Zoo vergangen. Das Affenhaus brannte in den ersten Stunden des jungen Jahres bis auf seine Grundmauern ab. Viele Tiere kamen dabei zu Tode. Nach dem ersten Schock stellte sich für viele die Frage: Wie kann es im Zoo weitergehen – und soll es das überhaupt?

In einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch beschloss der Aufsichtsrat der Zoo Krefeld nun einstimmig die Fortsetzung der Affenhaltung. Man wolle unter dem Arbeitstitel „Neubau Artenschutzzentrum Affenpark“ nun mit den Planungen für ein neues Affenhaus beginnen. Bis das steht, könnten jedoch noch einige Jahre ins Land ziehen.

Neueröffnung noch in ferner Zukunft

Da der Zoo von Grund auf neu planen muss, wird es noch dauern bis die ersten Besucher den Neubau mit dem Namen „Artenschutzzentrum Affenpark“ betreten können.

Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Bovenkerk erklärte, er freue sich über die einstimmige Beschlusslage: „Krefeld steht zu seinem zu Zoo. Wir werden alles dafür tun, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eine Perspektive in Form einer modernen Haltung von hochbedrohten Affen in naher Zukunft haben werden.“

Auch Oberbürgermeister Frank Meyer betont: „Wir machen weiter und werden die große Tradition der Menschenaffen im Krefelder Zoo weiterführen, und zwar schöner, moderner und artgerechter als jemals zuvor“.

+++ Felix Lobrecht spottet über tote Affen mit geschmacklosem Spruch: „Brennen hervorragend!“ +++

Spenden sollen als Basisfinanzierung dienen

Bei dem Aufbau helfen sollen auch die viele Spenden, die den Zoo Krefeld nach dem Brand aus ganz Deutschland erreicht hatten. Insgesamt seien fast 20.000 Spenden eingegangen, die Höhe der Summe soll am Freitag verkündet werden.

———————

Mehr zum Brand im Krefelder Zoo:

Feuer-Inferno im Krefelder Zoo: Gorilla überlebte – Polizist mit drastischer Entscheidung

Zoo Krefeld: Nach Feuer-Inferno im Affenhaus – so geht es den beiden überlebenden Schimpansen

Krefelder Zoo wieder offen: Tränen-Schock – Tierpfleger brechen zusammen

———————

Für den Direktor des Krefelder Zoos, Wolfgang Dreßen, ist die Hilfsbereitschaft ein klares Zeichen: „Die Unterstützung der zahlreichen Spender zeigt uns ganz klar, dass sich die Menschen auch zukünftig eine Haltung von Affen in unserer Obhut wünschen, die ihren komplexen Fähigkeiten entspricht und die zugleich mit dem Schutz dieser Arten in ihren Ursprungsgebieten verknüpft wird.“ (dav)