Hund: Polizei NRW hat neue Spürhunde – mit ungewöhnlichem Einsatzgebiet

Herder-Mix Datenspeicher-Spürhund „Ali Baba“ hat in einer Tatortwohnung im Bildungszentrum des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei auf einer Bank ein Mobiltelefon gefunden.
Herder-Mix Datenspeicher-Spürhund „Ali Baba“ hat in einer Tatortwohnung im Bildungszentrum des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei auf einer Bank ein Mobiltelefon gefunden.
Foto: dpa

Diese Hunde bei der NRW-Polizei haben jetzt ganz besondere Skills. Die Beamten können jetzt eigene Spürhunde für die Suche nach Datenspeichern einsetzen.

Fünf erste Spürhunde wurden ausgebildet, um CDs, Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks, Smartphones und SIM-Karten zu finden, wie das nordrhein-westfälische Innenministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Hund: Spürhunde der NRW-Polizei können nun Datenträger aufspüren

„Ein gut ausgebildeter Hund ist der beste Freund des Ermittlers. Und eine echte Erleichterung, wenn es darum geht, Beweismittel zu finden“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Vorstellung der Hunde.

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Die Ausbildung der Hunde sei eine Konsequenz aus dem Fall Lügde, erklärte der NRW-Innenminister weiter. Dort habe ein Datenspeicherspürhund angefordert werden müssen, der gute Dienste geleistet habe.

Datenspeicherspürhunde in Köln und Recklinghausen

Bislang gab es Datenträgerspürhunde den Angaben zufolge vor allem in Justizbehörden, darunter auch in Nordrhein-Westfalen. Für die Polizei in NRW wurden bisherige Rauschgiftspürhunde jetzt in einer 20-tägigen Spezialausbildung trainiert. Die Hunde werden in Köln und Recklinghausen gehalten. Von dort aus können sie von allen Polizeibehörden im Land angefordert werden.

Im Mai 2019 konnte durch den Datenspeicherspürhund der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen mehrere Beweismittel im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs auf dem Campingplatz in Lügde gefunden werden, wie das Ministerium weiter mitteilte.

300 Hunde bei der Polizei insgesamt im Einsatz

Die rund 300 Diensthunde der nordrhein-westfälischen Polizei seien unter anderem als Schutzhunde, Rauschgiftspürhunde, Sprengstoffspürhunde, Personenspürhunde, Brandmittelspürhunde, Leichenspürhunde und Banknotenspürhunde im Einsatz. (js mit epd)

 
 

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