Veröffentlicht inRegion

Hagen: Volvo-Fahrer (34) rast frontal in Kinderwagen – Mädchen (1) stirbt, Bruder (4) schwer verletzt

kinderwagen-hagen.jpg
Schrecklicher Unfall 2017 in Hagen. Ein Volvo ist frontal in einen Kinderwagen gerast. Foto: Alex Talash
  • Ein Mann (34) verlor am Donnerstagnachmittag in der Hagener City die Kontrolle über seinen Volvo
  • Das Auto raste auf der Volmebrücke frontal in einen Kinderwagen – das Kleinkind darin, ein Mädchen, wurde schwerst verletzt, starb später in der Klinik
  • Auch der Bruder (4) des Mädchens wurde schwer verletzt
  • Die Mutter der beiden Kindern erlitt einen schweren Schock, eine Passantin (75) zog sich leichte Verletzungen zu
  • Hunderte Gaffer behinderten die Rettungsarbeiten

Hagen. 

Furchtbarer Unfall in der Badstraße in Hagen: Ein Volvo raste am Donnerstagnachmittag auf der Brücke über der Volme gegen einen Kinderwagen. In dem Wagen: ein einjähriges Mädchen. Die Mutter (21) war mit ihm und seinem Bruder (4) dort unterwegs.

Der Volvo-Fahrer (34) fuhr frontal in den Kinderwagen. Das Mädchen wurde zunächst schwerst verletzt. Rettungskräfte versuchten noch vor Ort, es zu reanimieren. Ein Rettungshubschrauber landete in der Nähe. Doch es war zu spät. Das Kind starb später im Krankenhaus, so die Polizei.

————————————-

• Mehr Themen:

Keine Rettungsgasse – Dobrindt will Geldbußen verzehnfachen

Skandal in der Dortmunder City: Gaffende Nachbarin filmt Person, die sich umbringen will

Polizei muss wegen 300 Gaffern Diensthund einsetzen

————————————-

Furchtbar: Auch der Bruder wurde schwer verletzt. Es besteht aber keine Lebensgefahr. Eine weitere Passantin (75) erlitt leichte Verletzungen. Die Mutter der beiden Kinder erlitt einen schweren Schock.

Der Fahrer ist 34 Jahre alt

Was steckt hinter dem Unfall? Das ist noch völlig unklar. Auch am Freitagmorgen kann die Polizei es noch nicht abschließend sagen. Mehr Infos sollen im Laufe des Tages folgen, so ein Sprecher.

Klar ist: Ein 34-Jähriger fuhr den Volvo, er wurde nach dem Crash von der Polizei mitgenommen. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Ein Sachverständiger übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Miese Gaffer behinderten die Retter

Der Unfall ereignete sich gegen 16.50 Uhr mitten in Hagen. Unfassbar: Zahlreiche Gaffer kamen dazu. Noch während die Retter das später verstorbene Kind reanimierten, machten einige Handyvideos und Fotos.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, bei dem Fahrer des Volvos habe es sich um einen älteren Mann gehandelt. Dies hat die Polizei inzwischen richtiggestellt.

(mto)