Häftling türmt aus Sicherheitsverwahrung in NRW: Mann ist „hochgefährlich und unberechenbar“ – so sieht er aus

Der 31-jährige Häftling riss sich von seinen Bewachern los und flüchtete. (Symbolbild)
Der 31-jährige Häftling riss sich von seinen Bewachern los und flüchtete. (Symbolbild)
Foto: Patrick Seeger/dpa

Bad Salzuflen: Ein Häftling aus der Sicherheitsverwahrung der JVA Werl ist auf der Flucht. Der 31 Jahre alte Mann war am Mittwoch bei einem Besuch in seinem Elternhaus im Kreis Lippe geflüchtet.

Er hatte zwei begleitenden Beamten abgeschüttelt und sich in einem Zimmer des Elternhauses in Bad Salzuflen eingeschlossen. Durch ein Fenster ist er dann entwischt. Er flüchtete anschließend mit einem silbernen Opel Zafira - Kennzeichen LIP NW 102.

„Er ist noch unterwegs“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen. Alle bekannten Anlaufpunkte des Sicherungsverwahrten seien von der Polizei angefahren worden.

Am Donnerstagmittag gab die Staatsanwaltschaft den Namen des Gesuchten bekannt: Daniel Vojnovic ist 31 Jahre alt, 1,85 Meter groß und von stabiler Statur. Die Polizei veröffentliche am Donnerstagnachmittag ein Foto von ihm.

Bad Salzuflen: Häftling aus Sicherheitsverwahrung „psychisch krank, hochgefährlich und unberechenbar“

Sein früher Anwalt sagte gegenüber dem „Westfalen-Blatt“, dass der Mann „psychisch krank, hochgefährlich und unberechenbar“ sei.

Das Landgericht Bielefeld hatte ihn 2014 zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Vor einem Jahr hatte er die Strafe eigentlich schon abgesessen. Das Gericht sprach damals davon, dass der 31-Jährige es als „hochgradige Kränkung“ empfunden hatte, dass ein Bekannter ihn ignoriert hatte.

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Darauf sei er nach Porta Westfalica gefahren, hätten den Bekannten, der als Türsteher in einem Bordell arbeitet. aufgesucht und das Feuer auf ihn eröffnet. Das Opfer überlebte, berichtet die Zeitung.

Weiter sagt sein Anwalt, dass der Mann an Wahnvorstellungen leide und eine „paranoide Schizophrenie“ habe. So erinnere er sich, wie sein ehemaliger Mandant seine Mutter nicht umarmen wollte, weil er nicht daran glaubte, dass es seine Mutter sei.

Nach Gefängnis-Strafe folgte Sicherheitsverwahrung

Auch laut dem Leiter der JVA Werl, Jörg-Uwe Schäfer, gilt der Mann als gefährlich. Bis vor einem Jahr hatte er eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verbüßt.

Im Anschluss war er nicht freigelassen worden, sondern in die Sicherungsverwahrung gekommen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 05231/60 90 oder 110 entgegen. (dpa/ mb)

 
 

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