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Energiekrise in NRW: Bitter! HIER sollen Sportvereine schon aufs Duschen verzichten

Die Energiekrise in NRW treibt die Städte um. Eine ist nun einen drastischen Schritt gegangen. Sportvereine sollen Maßnahmen ergreifen.

© IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

Die Energiekrise in Deutschland beschäftigt aktuell wohl so ziemlich jeden. Egal ob Privatperson oder Unternehmen – niemand kann den steigenden Strom- und Wasserpreisen entgehen.

Die gestiegenen Kosten beschäftigen nun auch die Städte in NRW – in Mönchengladbach bekommen Sportvereine deshalb eine klare Ansage.

Energiekrise in NRW: Städte machen sich wegen Sportvereinen Sorgen

Sportanlagen in NRW verbrauchen durch Licht auf den Sportplätzen, Heizung der Hallen und Nutzung der Duschen grundsätzlich viel Strom und Energie, weshalb sich der Fachbereich für Schule und Sport in Mönchengladbach zum Handeln entschlossen hat.

Damit die Kosten der Sportanlagen in Mönchengladbach, die sich größtenteils in städtischer Hand befinden, zum Winter hin nicht explodieren, ging nun ein Schreiben an die Sportvereine raus, wie die „Rheinische Post“ (RP) berichtet.

„Die Energiekrise zwingt uns, nach allen erdenklichen Maßnahmen zur Energieeinsparung zu suchen“, heißt es in dem Schriftstück. Und weiter: „Sie tun das auch mit Ziel, dass die Ausübung Ihres Sportes auf oder in den städtischen Sportanlagen weiterhin möglich ist und ein Energie-Lockdown vermieden werden kann.“

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Energiekrise in NRW: SO sollen Sportvereine Kosten sparen

Zu möglichen Maßnahmen der Vereine gehört zum Beispiel die Optimierung des Trainingsplans, wonach mehrere Mannschaften die vorhandenen Flächen gleichzeitig nutzen sollen. So kann unter anderem an der Beleuchtung gespart werden.

Laut RP ist das aber nicht bei allen Vereinen machbar, wie beim Fußballverein SC Victoria Menrath. „Wir haben auf unserer kleinen Anlage eine sehr hohe Auslastung des Platzes und können daher wenig verschieben oder zusammenlegen“, erklärt der Vorsitzende Wolfgang Platen. Auch ein früherer Trainingsbeginn, um Licht zu sparen, sei aufgrund der Arbeitszeiten vieler Mitglieder nicht möglich.

Eine weiterer Vorschlag der Stadt zum Energie sparen sei das reduzierte Duschen oder gleich der komplette Verzicht darauf. Beim TV 1948 hängen schon jetzt Schilder in den Umkleiden, die an eine angemessene Duschzeit erinnern. Für Vorsitzenden Peter Hönig wären kalte Duschen oder ganz ausgeschaltete Sanitäranlagen „der allerletzte Schritt“.


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„Wir schauen, inwiefern wir die Temperatur in den Sport- und Krafträumen regulieren können und haben zudem eine Schaltuhr bei der Warmwasserzubereitung eingebaut, damit das Wasser zum Duschen erst ab morgens beheizt wird – nachts wird das ja eh nicht benötigt“, gibt Hönig weiter an. Auch die Fußballer in Menrath sind mit kürzeren Duschzeiten einverstanden. „Wo wir Energie einsparen können, da machen wir es gerne“, versichert Wolfgang Platen gegenüber der „RP“.