Düsseldorf

Düsseldorf: Besucher wollen in überfülltes Freibad – dann muss die Polizei anrücken

Düsseldorf: Weil einige Hitzköpfe unbedingt in ein überfülltes Freibad wollten, musste die Polizei anrücken. (Symbolbild)
Düsseldorf: Weil einige Hitzköpfe unbedingt in ein überfülltes Freibad wollten, musste die Polizei anrücken. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rupert Oberhäuser; imago images / HMB-Media (Montage: DER WESTEN)

Düsseldorf. Bei sommerlichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad versprachen sich viele Menschen in Düsseldorf Abkühlung im Unterbacher See.

Doch obwohl am Nord- und Südstrand in Düsseldorf während der Corona-Pandemie insgesamt 4.000 Personen zugelassen sind, waren die Kapazitäten schon gegen 1 Uhr vormittags komplett ausgelastet. Mehrere Gäste mussten mit dem Badespaß warten, bis ein anderer Besucher die Anlage wieder verlassen hatte. Doch das wollten die Wartenden in der sengenden Hitze nicht akzeptieren.

Düsseldorf: Ungeduldige Besucher stürmen überfülltes Strandbad

Ob es pure Ungeduld war oder ob die Sommersonne ein paar Köpfe etwas zu sehr erhitzt hat, ist nicht geklärt. Doch irgendwann hatten einige der mehreren hundert wartenden Badegäste genug und nahmen ihr Recht auf Abkühlung selbst in die Hand.

Anstatt auf einen coronakonformen Einlass zu warten und ein Ticket zu lösen, begaben sich einige Besucher zu einer Abzäunung und verschafften sich darüber unbefugt Zutritt zur Badeanlage.

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Das ist der Unterbacher See in Düsseldorf:

  • Der Unterbacher See ist ein Baggersee im Südosten von Düsseldorf
  • Er ist bis zu 13,4 Meter tief und hat eine Fläche von rund 836.000 Quadratmetern
  • Er wird ausschließlich aus Grundwasser gespeist
  • Die Strandbäder Nord und Süd wurden 1959 und 1966 eröffnet
  • Um den See herum liegt das Naturschutzgebiet „Unterbacher See/Eller Forst“

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Das konnten die Betreiber nicht hinnehmen. Schließlich drohen heftige Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Die Betreiber alarmierten deshalb die Polizei.

Polizei schnappt die Unruhestifter

Die Beamten schnappten die unerlaubten Badegäste und führten sie von der Anlage. Nach diesem ungewöhnlichen Vorfall berieten Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und Feuerwehrchef David von der Lieth am Sonntag gemeinsam mit Peter Rappard, Geschäftsführer des Zweckverbandes Unterbacher See, wie man ähnliches in Zukunft verhindern könnte.

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„Dabei könnte es um eine coronakonforme Erhöhung der Besucherkapazität gehen, aber auch um andere Konzepte bei der Lenkung der Besucherströme und der Parkplatzsituation“, wird Geisel vom Kölner „Express“ zitiert. Dabei könnten beispielsweise elektronische Anzeigetafeln helfen, die die aktuelle Auslastung der Strände anzeigen und anhand derer potentielle Badegäste erkennen können, ob sich ein Besuch überhaupt lohnt. (at)

 
 

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