Corona in NRW: Mehrere Schulen schon dicht – Ministerium hält an Präsenzpflicht fest

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Die Corona-Zahlen in NRW sind in den letzten Tagen dramatisch angestiegen – und die Landesregierung reagiert.

Nachdem erst vergangene Woche eine neue 2G-Plus-Corona-Regel in NRW eingeführt wurde, wurde über das Wochenende eine weitere Anpassung vorgenommen. Die betrifft vor allem Geimpfte, die bei der ersten Impfung Johnson&Johnson bekommen haben.

Alle Entwicklungen zur Corona-Lage in NRW findest du in unserem Newsblog.

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Corona in NRW (Stand: 19. Januar):

  • 7-Tage-Inzidenz: 573,2
  • Neuinfektionen zum Vortag: 22771 Fälle
  • Erstimpfungen in Prozent: 79,1
  • Vollständige Impfung in Prozent: 76
  • Booster-Impfungen in Prozent: 50,7
  • Todesfälle insgesamt: 20804

Mittwoch, 19. Januar 2022

12.54 Uhr: NRW hält an Präsenzunterricht fest – doch immer mehr Schulen machen dicht

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hält Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Unterricht im Klassenzimmer fest. Alle Schutzmaßnahmen dienten dem Ziel, den für die Bildungsgerechtigkeit so wichtigen Präsenzunterricht zu erhalten, sagte sie am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Richtig sei: „Das derzeitige Infektionsgeschehen nimmt Fahrt auf“, sagte Gebauer. Die Omikron-Variante stelle sich als deutlich infektiöser dar. Die Landesregierung habe die Testverfahren an den Schulen daher optimiert.

Gleichzeitig meldete die Stadt Dortmund am Mittwoch, 19. Januar, dass mittlerweile mehrere Schulen und Kitas geschlossen seien. Die Inzidenzzahl der Corona-Fälle unter Grundschülern liegt bei 1600. Auch die Kita der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde bleibt voraussichtlich bis Freitag, 21. Januar, geschlossen.

Betroffen sind in Dortmund die Albrecht-Brinkmann-Grundschule, die Oesterholz-Grundschule, die Nordmark-Grundschule und die Steinbrink-Grundschule, berichten die Ruhrnachrichten.

Montag, 17. Januar 2022

17.15 Uhr: SPD kritisiert fehlende Aufklärung zur Booster-Regelung

Viele Geimpfte sind durch die neue Booster-Regelung der Landesregierung verwirrt – das ruft Kritik der SPD-Fraktion im Landtag auf den Plan.

„Die Neu-Bewertung der Impfung mit Johnson&Johnson zeigt abermals, wie dringend notwendig eine vorausschauende Impf-Kampagne ist“, so Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion am Montag. „Denn mal wieder sorgen die neuen Regelungen des Landes für Verwirrung in der Bevölkerung.“

Neumann fordert von der Landesregierung „endlich eine strategisch ausgerichtete, konsequente und verlässliche Impf-Kampagne“, schließlich sei es die Aufgabe der Regierung, die Menschen verlässlich aufzuklären. Dazu gehöre laut Neumann auch eine Erklärung dafür, warum für eine Grundimmunisierung eine Impfung mit Johnson&Johnson und ein einmaliger Booster nicht ausreichend seien. „Ebenso muss das Land den mit Johnson und Johnson Geimpften schnell und proaktiv Booster-Angebote machen“, sagte Neumann.

12.00 Uhr: Neue Booster-Regelung für DIESE Geimpften

Am Wochenende wurde der Beschluss spontan entworfen, seit Sonntag ist er in Kraft: Geimpfte, die ihre Corona-Erstimpfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson erhalten haben, gelten trotz zweiter Impfung nicht mehr als geboostert.

Somit fallen diese Personen, auch wenn sie bereits eine Booster-Impfung mit Biontech oder Astrazencea erhalten hat, aus der 2G-Plus-Regelung. Sie müssen ab sofort – trotz zweifacher Impfung – bei Besuchen im Restaurant, Fitnessstudio oder ähnlichem einen negativen Corona-Test vorlegen.

In NRW gelten seit Sonntag nur noch Menschen, die drei Mal gegen das Coronavirus geimpft wurden, als geboostert.Einzige Ausnahme, die auch für erstmalig Geimpfte gilt: Die letzte Impfung liegt nicht länger als 90 Tage zurück und ist mindestens 14 Tage her. In dem Fall entfällt die Testpflicht auch für nur ein Mal oder zwei Mal Geimpfte.

Die neue Regelung sorgt für Verwirrung und Unmut, auf dem Twitter-Account des NRW-Gesundheitsministeriums kommentieren viele. „Dass man erst jetzt auf diese Regelung kommt ist bitter. Wenn man mit Johnson&Johnson geimpft wurde, sind die Fristen ohnehin unrealistisch. Bei mir ist das alles miserabel gelaufen und das liegt ausschließlich an der Kommunikation und nicht an meiner Impfbereitschaft!“, kommentiert ein Mann. „Danke, jetzt fühle ich mich ziemlich veräppelt! 'Egal was, Hauptsache rein!' hieß es im Sommer, 2.Impfung dann im Dezember ...ich fühle mich als loyaler Brüger jetzt betrogen!!!“