Düsseldorf

Angeklagter führte Ehefrau an Kette durch Wuppertal: Mutmaßliche IS-Terroristen in Düsseldorf vor Gericht

ARCHIV - Bewaffnete Polizisten sichern das Gebäude des Oberlandesgerichtes in Düsseldorf. (Symbolbild)
ARCHIV - Bewaffnete Polizisten sichern das Gebäude des Oberlandesgerichtes in Düsseldorf. (Symbolbild)
Foto: Monika Skolimowska / dpa

Düsseldorf. Zwei Syrien-Rückkehrer (21, 26) aus Hagen und Ennepetal müssen sich seit Montag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf sollen sie Terroristen des „Islamischen Staats“ gewesen sein.

Die Männer sollen früher zum Umfeld der verbotenen Islamistengruppe Millatu Ibrahim gehört haben. In Solingen sollen sie über einen Mittelsmann Verbindung zu einer IS-Kontaktperson in der Türkei geknüpft haben und über die Türkei nach Syrien gelangt sein.

Rückkehr-Pläne nach nur einer Woche Ausbildungslager

Nach einer Woche in einem Ausbildungslager hätten sie jedoch im Sommer 2014 beschlossen, nach Deutschland zurückzukehren. Im August 2015 soll der Hauptangeklagte allerdings versucht haben, erneut und diesmal mit seiner Ehefrau in das vom IS kontrollierte Gebiet zu reisen.

Dazu sei es aber nicht gekommen, weil er bereits bei der Passkontrolle am Flughafen von der Polizei vorläufig festgenommen worden sei. Der jüngere Angeklagte, Muhammed H., hat traurige Bekanntheit erlangt, weil er Anfang 2015 seine vollverschleierte Frau wie einen Hund an einer Kette durch Wuppertal geführt hat.

Das Gericht hat zunächst Verhandlungstermine bis Februar 2018 angesetzt. (dpa/jp)

 
 

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