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25 Arbeiter bei Unfall in Chemiepark Dormagen verletzt

Unfall Chemapark Dormagen
Großeinsatz der Dortmunder Feuerwehr. Foto: Ralf Rottmann
Auf dem Firmengelände eines Chemie-Unternehmens in Dormagen ist Chlorwasserstoff ausgetreten, dabei sind 25 Arbeiter verletzt worden. Die Chemikalie ist am Montagnachmittag bei Reinigungsarbeiten freigesetzt worden. Nach Behördenangaben wurden außerhalb des Parks keine erhöhten Werte gemessen.

Dormagen. 

25 Arbeiter sind auf dem Gelände des Chemparks Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) durch den Austritt von Chlorwasserstoff leicht verletzt worden. Die Chemikalie war am Montagnachmittag bei Reinigungsarbeiten durch eine undichte Leitung entwichen, wie ein Sprecher des Chemieparks und die Polizei mitteilten. Die betroffenen Mitarbeiter seien mit Augen- und Atemwegsreizungen in die werksärztliche Abteilung gebracht worden.

Da zunächst unklar war, wie viel der ätzenden Chemikalie ausgetreten war und ob eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bestand, sperrte die Polizei die Straßen rund um das Gelände, wodurch es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Der Werksfeuerwehr gelang es, den entweichenden Chlorwasserstoff mit Wasser zu binden. Der Gasaustritt konnte den Angaben zufolge nach kurzer Zeit gestoppt werden.

Behörden: Messwerte waren außerhalb des Chemieparks nicht erhöht

Nach etwa eineinhalb Stunden wurde die Sperrung außerhalb des Geländes wieder aufgehoben. Messwagen des Chemparks und der Stadt Dormagen hätten außerhalb des Betriebsgeländes keine erhöhten Werte der Chemikalie feststellen können, hieß es. Die Polizei untersuche den Vorfall.

Chlorwasserstoff wird den Angaben zufolge in der chemischen Produktion unter anderem zur Herstellung verschiedener organischer Verbindungen und in Haushaltschemikalien verwendet. (dapd)