Ukraine-Krieg: Wegen Claudia Roth – Putins TV-Hetzer droht Deutschland mit Einmarsch

Waffenlieferungen an Ukraine: Scholz rechtfertigt Deutschlands Vorgehen

Waffenlieferungen an Ukraine: Scholz rechtfertigt Deutschlands Vorgehen

Deutschland wolle der Ukraine helfen, ohne eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland herbeizuführen: so rechtfertigt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das als zögerlich kritisierte Vorgehen der Bundesregierung bei Waffenlieferungen für die Ukraine bei einem Gespräch mit dem Verein der Ausländischen Presse (VAP) in Berlin.

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Ist es nur Putins Regime im Kreml oder steht auch die Mehrheit des russischen Volkes hinter dem Ukraine-Krieg? In der ARD-Talkshow von Sandra Maischberger analysierte ein Experte die Lage ziemlich ernüchternd.

Derweil könnte sich der nächste militärische Konflikt zwischen der Nato und Russland anbahnen. Was kommt nach dem Ukraine-Krieg auf Europa zu?

News-Blog zum Ukraine-Krieg

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9. Juni 2022

14.20 Uhr: Wegen Claudia Roth – Putins Vertrauter droht Deutschland mit Einmarsch

Treffer versenkt! Kulturstaatsministerin Claudia Roth besuchte die ukrainische Stadt Odessa und ließ sich dort zu einem Satz hinreißen, der nun Wellen schlägt.

Zum Empfang in Odessa wurden Roth zwei Briefmarken überreicht. Das erste Motiv zeigt einen ukrainischen Soldaten an Land, im Hintergrund die Silhouette des gesunkenen Kriegsschiffes „Moskwa“ der russischen Schwarzmeerflotte. In der zweiten Variante ist das Schiff verschwunden. Der Soldat streckt einen Mittelfinger in die Höhe. „Fuck off, Schwarzmeerflotte!“, übersetzt Roth die Symbolik zur Freude ihres ukrainischen Amtskollegen Olexandr Tkatschenkos.

„Fuck off, Schwarzmeerflotte“: Die Verhöhung von einem Mitglied der Bundesregierung sorgt nun in Putins Staatsender Rossija 1 für Empörung. Der Kreml-nahe Propaganda-Moderator Wladimir Rudolfowitsch Solowjow reagierte: „Was sollen wir nun tun? Sollen wir abermals den Staub von deutschen Gräbern schütteln mit dem donnernden Marsch sowjetischer Stiefel? Werden sie die Nachricht auf andere Weise nicht verstehen?“, spielte er sich auf.

7.20 Uhr: Wird es nach Ukraine-Krieg brandgefährlich für EU-Staat Litauen?

Litauen liegt direkt an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad und Putins Bruderstaat Belarus, an der Ostflanke der Nato. Seit 1990 ist das Land unabhängig, seit 2004 Mitglied der EU und Nato. Nun aber braut sich etwas in der Duma, dem russischen Parlament zusammen. Ist das ein Vorspiel für Dinge, die noch drohen könnten?

Der einflussreiche Abgeordnete Jewgeni Alexejewitsch Fjodorow, Mitglied in Putins regierender Partei Einiges Russland, hat einen Gesetzentwurf eingebracht. Mit diesem soll die Anerkennung der Unabhängigkeit der Republik Litauen aufgehoben werden. Aus seiner Sicht ist der damalige Beschluss des Staatsrates der Sowjetunion rechtswidrig gewesen, weil kein Referendum abgehalten wurde. In Moskau wird nun also nach der Ukraine auch die Unabhängigkeit eines zweiten ehemaligen Sowjetstaates in Frage gestellt.

Ist das nur die Initiative eines einzelnen Politikers? Lediglich eine Provokation nach dem Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz in Litauen? Oder eine ersthafte Bedrohung für den Westen für die Zeit nach dem Ukraine-Krieg?

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6.45 Uhr: Russisches Volk von Putin mit „imperialistischem Virus erfolgreich infiziert“, sagt Experte

Wie viele Russen stehen hinter dem Kurs von Wladimir Putin? Russland-Experte Udo Lielischkies, früherer ARD-Korrespondet, nahm dazu in der ARD-Talkshow von Sandra Maischberger Stellung. Putin habe „sein Volk über viele, viele Jahre mit diesem imperialistischen Virus so erfolgreich infiziert. Dieser Größenwahn ist da wirklich da und das Gefühl, wir müssen dem Westen mal zeigen, wer wir wirklich sind und was wir können“, stellte der Experte fest.

Eine ernüchternde Analyse des Russlandkenners: Trifft das zu, ist das Problem nicht nur an der Staatsspitze Russlands zu finden. Auch breite Teile der Bevölkerung wären demnach nicht bereit, auf den Westen zuzugehen und vom aggressiven Kurs Abstand zu nehmen.