Schüler im Ruhrgebiet liegen unter dem Landesdurchschnitt

Tobias Blasius

Düsseldorf.  Schüler im Ruhrgebiet bleiben beim Leistungsniveau in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik erneut hinter dem Landesschnitt zurück. Das geht aus den Lernstandserhebungen 2016 hervor, mit denen jährlich rund 200 000 Achtklässler in Nordrhein-Westfalen überprüft werden. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat die Daten nach einer Anfrage der FDP veröffentlicht.

Wie in den Vorjahren auch gibt es in den Städten des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mehr Problemschüler als im restlichen NRW. So verfügen in Mathematik 14 Prozent der getesteten Jugendlichen über keine oder nur rudimentäre Fähigkeiten, landesweit sind es lediglich elf Prozent. In Deutsch sind es 16 Prozent, landesweit nur 14 Prozent.

Das gleiche Bild ergibt sich in der Kategorie Leseverständnis in Englisch: 13 Prozent der RVR-Schüler erreichen gar kein messbares Kompetenzniveau oder können bloß einfachste Einzelinformationen wiedererkennen, NRW-weit sind es lediglich zehn Prozent. Umgekehrt schaffen Schüler im Ruhrgebiet gute und sehr gute Leistungen in allen drei Fächern etwas seltener als ihre Altersgenossen in den anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.

„Die wachsende Anzahl an Problemschülern verdeutlicht, dass Politik und Jugendliche selbst noch viele Hausaufgaben erledigen müssen“, kommentierte FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel die Ergebnisse der Lernstandserhebung. Er forderte eine Verbesserung der Unterrichtsqualität, ein stärker leistungsorientiertes Lernklima und mehr individuelle Förderung.