Rente: Olaf Scholz mit umstrittenen Tipp – für linke Wähler ist das fast ein Tabu-Thema

Olaf Scholz: Führt er die SPD zurück ins Kanzleramt?

Olaf Scholz: Führt er die SPD zurück ins Kanzleramt?

Schafft es Olaf Scholz als SPD-Spitzenkandidat die Partei zurück ins Kanzleramt zu führen?

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Wird die Rente doch noch zum großen Wahlkampfthema? Kanzlerkandidat Olaf Scholz gibt nun einen Ratschlag für die private Rentenvorsorge, doch der ist alles andere als unumstritten. Besonders linken Wählern dürfte dieser nicht gefallen.

Auffällig dabei ist besonders, dass Olaf Scholz selbst als Privatmann anders handelt.

Rente: Olaf Scholz gibt umstrittenen Ratschlag – er selbst macht es aber anders

In einem Interview mit „Business Insider“ rät Olaf Scholz jungen Menschen dazu, auch auf eine aktienbasierte Altersvorsorge zu bauen: „Ich rate jedem und jeder, zusätzlich etwas für das Alter zu tun“, so der Kanzlerkandidat. „Ich würde den Leuten raten, neben gesetzlicher oder betrieblicher Rente in Aktien zu investieren – das sollte man machen.“

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Das ist Olaf Scholz:

  • Der 63-Jährige ist Kanzlerkandidat der SPD.
  • Seit 2017 ist er Bundesfinanzminister.
  • Zuvor war Scholz von 2011 bis 2018 Erster Bürgermeister von Hamburg sowie von 2997 bis 2009 Bundesminister für Arbeit und Soziales.
  • Scholz ist mit der SPD-Politikerin Britta Ernst verheiratet. Das Paar lebt kinderlos in Potsdam.
  • Vor seiner politischen Karriere war er Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Pikant dabei ist, dass Olaf Scholz sein eigenes privates Geld nicht in Aktien investierst. Auch gegenüber dem „Business Insider“ räumte er ein, selbst nicht in Wertpapiere zu investieren, „damit nicht der Verdacht entsteht, das ich meine Entscheidungen aus irgendwelchen Interessen treffen würde“.

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Heikler Renten-Vorschlag von Olaf Scholz: Angebot an die FDP?

Doch der Renten-Ratschlag von Olaf Scholz ist auch politisch heikel, obwohl er die gesetzliche Rente weiterhin als wichtigsten Baustein der Altervorsorge bezeichnet. Bislang kamen nämlich vor allem aus FDP und Union Forderungen einer Rentenreform auf Aktienbasis.

So will die FDP eine gesetzliche Aktienrente nach schwedischem Vorbild durchsetzen. Demnach sollen zwei Prozent des Bruttoeinkommens jedes Arbeitnehmers langfristig in einem Fonds angelegt werden. Neugeborene sollen 1.000 Euro Startbonus erhalten.

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Das System soll nach Vorstellungen der FDP die Rente stabilisieren und ermöglichen, dass auch Geringverdiener vom Wachstum der globalen Aktienmärkte profitieren.

Die Union will laut Wahlprogramm die Einführung einer kapitalgedeckten Vorsorge mit einem Pensionsfonds prüfen und nennt diese Idee „Generationenrente“.

Heftige Kritik an „Aktienrente“ und „Generationenrente“: „Rente hängt von Spekulanten ab“

Kritik an diesen Plänen kommt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Hierbei handle es sich um „die teilweise Auflösung unseres Generationenvertrages“, kritisierte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider die Pläne von CDU/CSU gegenüber dem MDR. „Es soll also nicht mehr die jeweils jüngere Generation für die jeweils ältere Verantwortung übernehmen, sondern jede Generation wird praktisch für sich selbst verantwortlich“.

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Auch gegen die FDP-Pläne einer Aktienrente wurden bereits Vorwürfe laut. So erklärte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele: „Eine solche Aktienrente schwächt die gesetzliche Rentenversicherung, wie sie aktuell ausgestaltet ist, da weniger Geld in die gesetzliche Rentenversicherung fließen würde.“ Zudem könne es nicht sein, „dass die Rente der Deutschen künftig von Spekulanten abhängt“.

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Renten-Ratschlag im Wahlkampf: Olaf Scholz strebt eine Ampel-Koalition mit der FDP an

Nun wagt sich also auch Olaf Scholz etwas vor und wirbt für eine aktienbasierte Rentenvorsorge, wenn auch nur privat und als Ergänzung. Möglicherweise ist das auch als ausgestreckte Hand des Sozialdemokraten in Richtung FDP zu werten, die er als Partner für eine mögliche Ampel-Koalition unter seiner Führung als Kanzler gewinnen will.

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