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Rente: Düstere Aussichten! Weniger Urlaub, mehr arbeiten – jetzt kommt's für Arbeitnehmer dicke

Demografischer Wandel bringt Rentensystem in Gefahr - so wird Deutschland immer älter

So bringt der demografische Wandel das Rentensystem in Gefahr.

Bei der Rente kann sich die ältere Generation in den kommenden Jahren wirklich freuen. Die Rentensätze werden erhöht. Doch des einen Freud ist des anderen Leid …

Denn wo die einen bei der Rente auf eine Steigerung um etwa 37 (!) Prozent bis 2025 hoffen können, müssen die anderen tiefer in die Tasche greifen. Heißt: Arbeitnehmer müssen wohl oder übel bald höhere Rentenbeiträge zahlen. Doch damit nicht genug!

Rente: Keine rosigen Aussichten für Arbeitnehmer

Schon im kommenden Jahr wird erwartet, dass es zu einer Rentenerhöhung von 5,2 Prozent (im Osten Deutschlands 5,9 Prozent) für die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland kommt. Das geht aus einer Schätzung für den Rentenversicherungsbericht hervor. Diese Bilanzierung kann nicht spurlos an der restlichen Bevölkerung vorbeigehen.

Deutsche Wirtschaftswissenschaftler haben sich deshalb für längere Arbeitszeiten ausgesprochen. Anders sei die Mehrbelastung der Beitragszahler nicht zu finanzieren, sagten Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) der „Bild“. „In zehn Jahren wird Deutschland drei Millionen Erwerbstätige weniger haben. Diesen Verlust an Arbeitszeit müssen wir ausgleichen“, sagte IW-Forscher Thomas Obst der Zeitung.

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Statt aktuell im Schnitt 33,9 Stunden pro Woche sollten Arbeitnehmer künftig ein bis zwei Stunden mehr arbeiten – wie es in der Schweiz (36,1 Stunden pro Woche) oder in Schweden (35,2 Stunden pro Woche) bereits der Fall sei. Zudem müsse die Urlaubszeit gekappt werden: Statt aktuell 43,4 Wochen im Jahr sollten Arbeitnehmer in Deutschland künftig 45 Wochen arbeiten.

Deutsche könnten bald in Schnitt zwei Stunden pro Woche mehr arbeiten

Eine Möglichkeit, die Wochenarbeitszeit zu erhöhen, sei, Teilzeitbeschäftigte mehr arbeiten lassen. „Viele von ihnen wollen mehr arbeiten“, betonte Obst. Die Wissenschaftlerin Alexandra Fedorets vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagte der Zeitung: „Eine Arbeitszeitaufstockung kann sinnvoll sein, aber es kommt drauf an, wo genau. Den Fokus sollte man dabei auf Minijobber und Teilzeitbeschäftigte legen.“

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Weitere Fakten zur gesetzlichen Rentenversicherung:

  • wurde in Deutschland 1891 von Otto von Bismarck eingeführt
  • Im Jahr 2020 gab es in Deutschland über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner
  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 18,6 Prozent
  • Dieser wird je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen

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Es gebe zwar auch noch andere Hebel, als an der Wochenarbeitszeit zu schrauben oder den Urlaub zu kürzen, wie zum Beispiel das Senken der Arbeitslosenquote oder qualifizierte Einwanderung. Doch das alles allein würde nicht reichen, um dem demografischen Wandel Herr zu werden. Arbeitnehmer können sich überdies darauf einstellen, dass sie über kurz oder lang bis 67 Jahre arbeiten müssen. (js mit afp)