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Deine Rente soll Jahr für Jahr an Wert verlieren – Sparplan aus Berlin sorgt für Aufsehen

Es wäre ein Hammer: Fällt die Rentenerhöhung bald nur noch gemäß der Inflation aus? Was aktuell gut klingen mag, ist es für Senioren nicht.

DIe Rente an die Inflation koppeln?
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Rente und Pension: Das sind die Unterschiede

Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen der Rente und der Pension? In diesem Video erklären wir sie dir.

Sie sind die Berater der Ampel-Regierung: Die fünf Wirtschaftsweisen. Die Empfehlungen des Sachverständigenrates haben Gewicht in der Hauptstadt. Umso mehr lässt eine neue Forderung des Gremiums zur Rente aufhorchen.

Sie könnte die finanzielle Entwicklung der rund 21 Millionen Rentner in Deutschland empfindlich treffen. Dabei sieht die Renten-Prognose für 2024, 2025 und die Folgejahre sowieso schon mau aus!

Renten-Hammer: Inflation statt Lohnentwicklung

Zur Reform des Rentensystem schlagen die Wirtschaftsweisen unter anderem vor, die Erhöhungen der Bestandsrenten nicht mehr an die Lohnentwicklung, sondern an die Inflation zu koppeln. Super, mag da der ein oder andere zuerst denken. Schließlich gab es im vergangenen Jahr eine Inflation von 7,9 Prozent, die Renten gingen aber nur um 5,35 Prozent (West) bzw. 6,12 Prozent (Ost) nach oben.

Doch das war eine Ausnahme. Wenn man sich einen längeren Zeitraum anschaut, haben die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland unterm Strich auch inflationsbereinigt ein Plus gemacht. Von 2013 bis 2023 stiegen die Renten (Rentenwert) im Westen um 33,6 und im Osten um 46,1 Prozent. Die Preisentwicklung nahm in diesem Zeitraum aber nur um 26,5 Prozent zu.

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Nun wollen die Wirtschaftsweisen, dass die Rente nur noch gemäß der Inflation angepasst wird. So sollen die Arbeitnehmer vor immer höheren Beiträgen geschont und die Rentenkasse stabilisiert werden. Das Nachsehen aber hätten die Menschen im Ruhestand!

Es hätte seit 2009 häufiger Anpassungen unter einem Prozent gegeben

So gab es in den vergangenen Jahren oft Inflationsraten von unter 2 Prozent. Im Jahr 2009 lag die Inflationsrate sogar bei 0,3 Prozent, in den Jahren 2015, 2016 und 2020 jeweils bei 0,5 Prozent. Das wären dann also fast Nullrunden für die Rentner gewesen.

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Arbeitnehmer könnten im Vergleich zu Rentnern davonziehen

Das Problem der Reform: Die Rente würde sich nicht weiterentwickeln und in einem Status Quo verharren. Bei einer brummenden Wirtschaft profitieren die Arbeitnehmer davon, dass sie sich mit steigenden Löhnen mehr leisten könnten. Die Senioren dagegen würden auf dem selben Niveau bleiben – und ihre Renten damit relativ im Vergleich zu den Löhnen an Wert verlieren.


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Somit dürfte dieser Reformvorschlag noch für einige kontroverse Diskussionen sorgen, bis er möglicherweise eines Tages vom Gesetzgeber umgesetzt wird.