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Putin: NATO-Land geht riskanten Schritt – schaukelt sich die Lage jetzt hoch?

Der Ukraine-Krieg könnte sich nochmal verschärfen. Ein NATO-Land kündigte an, der Ukraine zu erlauben, ihre Waffen in Russland einzusetzen.

Putin und Schweden: Kommt es zur Eskalation?
© IMAGO/ZUMA Press Wire

Russland gibt Beginn von Atomwaffenübung nahe der Ukraine bekannt

Russland hat den Beginn einer Atomwaffenübung nahe der Ukraine verkündet. Präsident Wladimir Putin hatte die Übung Anfang Mai angeordnet, nachdem mehrere westliche Erklärungen in Moskau für Unmut gesorgt hatte.

Die USA und Europa diskutieren darüber, den nächsten großen Schritt im Ukraine-Krieg zu gehen. NATO-Land Schweden ist nun schon vorgeprescht und setzt Putin damit unter Druck.

++ Auch spannend: Putin lockt Inder als Kanonenfutter in seine Ukraine-Falle – „Wir wollen nur nach Hause!“ ++

Es ist ein gewagter Schritt, insbesondere angesichts der jüngsten russisch-schwedischen Spannungen um die Ostsee. Wie wird der Kreml-Herrscher reagieren?

Schweden geht voran – USA und Deutschland zögern noch

Jetzt hat Schweden der Ukraine die Erlaubnis erteilt, seine gelieferten Waffen gegen militärische Ziele im russischen Staatsgebiet einzusetzen. Verteidigungsminister Pål Jonson nahm gegenüber „Hallandsposten“ dazu Stellung: „Die Ukraine ist einem unprovozierten und illegalen Angriffskrieg Russlands ausgesetzt. Nach dem Völkerrecht hat die Ukraine das Recht, sich durch Kriegshandlungen gegen das Territorium des Gegners zu verteidigen, solange diese im Einklang mit dem Kriegsrecht stehen.“

Nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Nico Lange ist dieser Schritt „militärisch sinnvoll und überfällig“. Finnland und Großbritannien haben der Ukraine bereits zuvor eine solche Genehmigung erstattet. Doch der Schritt könnte auch zu verschärften Spannungen zwischen Putin und Schweden führen.

Neue Spannungen zwischen Schweden und Russland

Erst Mitte Mai sorgten russische Pläne, die Seegrenzen in der Ostsee zu verändern, für Unruhe in Schweden und anderen Nachbarländern. Die Alarmglocken schrillten bei den Verantwortlichen in Politik und Militär! Der schwedische Armeechef Micael Byden warnte vor Putins Ambitionen in der Ostsee – speziell mit Blick auf die Insel Gotland. „Ich bin sicher, dass Putin sogar beide Augen auf Gotland geworfen hat“, sagte Byden dem RND. „Putins Ziel ist es, die Kontrolle über die Ostsee zu erlangen. (…) Für Putin ist die Ostsee genauso wichtig, wie es für uns wichtig ist, dass sie offen und sicher bleibt.“

Byden weiter: „Wenn Russland die Kontrolle übernimmt und die Ostsee abriegelt, hätte das enorme Auswirkungen auf unser Leben – in Schweden und allen anderen Ostsee-Anrainerstaaten. Das dürfen wir nicht zulassen.“ Die Ostsee dürfe nicht „zu Putins Spielwiese werden, auf der er die Nato-Mitglieder in Angst und Schrecken versetzt.“

Will Putin die Insel Gotland einnehmen?

Von Gotland aus könne Schweden anderen Nato-Staaten an der Ostsee helfen, in Sicherheit zu leben. „Wenn Putin aber in Gotland einmarschiert, kann er die Nato-Länder vom Meer aus bedrohen. Das wäre das Ende von Frieden und Stabilität in den nordischen und baltischen Regionen“, sagte Byden.


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Nun also zeigt Schweden Putin, dass sich das Land nicht einschüchtern lässt. Auch nicht in der Unterstützung der Ukraine. Ein mutiger Schritt – mit Folgen?