NRW-Grüne kritisieren Kohle-Kurs der SPD

Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen.
Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen.
Foto: Iris-MEDIEN
Die Grünen-Landeschefin Monika Düker hat dem Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke in NRW eine klare Absage erteilt. „Die Kohle-Ideologie ist von gestern“, sagte sie. Eine klare Warnung an den Koalitionspartner.

Düsseldorf.. Drei Tage vor dem Parteitag der NRW­Grünen in Emsdetten hat Landeschefin Monika Düker dem Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke in NRW eine klare Absage erteilt. „Die Kohle-Ideologie ist von gestern“, sagte sie. Ihre Partei setze deshalb konsequent auf erneuerbare Energien und neue Gaskraftwerke.

Landesweit sind derzeit noch sechs Kohlekraftwerksblöcke im Bau, die auch die Grünen nicht in Frage stellen. Zu Warnungen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) vor einer „De-Industrialisierung“ des Landes sagte Düker: „Der Standort NRW muss mit Konzepten von morgen gesichert werden, nicht mit Konzepten von gestern.“

Gegen den „Schwarzbau“ in Datteln

In einem Antrag fordert der Ortsverband Waltrop den ­Parteitag auf, den „Schwarzbau“ des umstrittenen Eon-Kraftwerks Datteln „mit allen politischen und rechtlichen Mitteln“ zu stoppen. Dazu meinte Düker, die Grünen hielten sich an Recht und ­Gesetz. „Wir bauen keine Kraftwerke, reißen keine ab und machen auch keine Rechtsbeugung durch eine Lex Eon, wie Schwarz-Gelb das getan hat“, betonte sie.

Vorstandswahlen stehen bei dem Parteitag nicht an.

 
 

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