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Letzte Generation: Kanzler Scholz bezeichnet Proteste als „völlig bekloppt“ – Aktivisten sind „fassungslos“

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Proteste der „Letzten Generation“ scharf kritisiert. Doch die Aktivisten schlagen direkt zurück.

© Soeren Stache/dpa

Das ist die „Letzte Generation“

Kleben, Bewerfen oder Besprühen: Die Aktivisten der „Letzten Generation“ kämpfen vor allem in Berlin weiter um ihr Anliegen für mehr Klimaschutz. Immer wieder bringen sie mit ihren Blockaden den Verkehr zum Erliegen – und ziehen den Zorn der Autofahrer auf sich.

Kritik für die Proteste gibt es zuhauf. Jetzt mischt sich unter die Kritiker auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Seine Aussagen machen die Klima-Aktivisten allerdings „fassungslos“.

Letzte Generation „fassungslos“ über Scholz

Kanzler Scholz hatte am Montag (22. Mai) in einer Schule im brandenburgischen Kleinmachnow gesagt, er habe den Eindruck, dass die Aktionen nicht dazu beitrügen, dass irgendjemand seine Meinung ändere, sondern es ärgerten sich vor allem alle.

Im Gespräch mit Schülern hat der SPD-Politiker darüber hinaus die Protest-Aktionen der Klimagruppe „Letzten Generation“ als „völlig bekloppt“ abgestempelt. Die Aktivisten zeigten sich daraufhin „fassungslos“. „Herr Scholz, wie können Sie es wagen, sich vor die Kinder zu stellen, deren Zukunft Sie gerade vernichten und davon zu sprechen, dass Sie Protest gegen Ihre zerstörerische Politik ‚völlig bekloppt‘ finden“, erklärten die Umweltschützer laut Deutscher Presse-Agentur (dpa).

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Es sei schließlich die Schuld des Kanzlers, dass Menschen auf Deutschlands Straßen friedlich versuchen müssten, ihre Grundrechte zu erstreiten. Weiter hieß es: „Die Ursache unseres Protests liegt in der verantwortungslosen Befeuerung des gesellschaftlichen Zusammenbruchs durch die Regierung Scholz.“

Letzte Generation zitiert Klimaforscher

Weiter kritisierten die „Letzte Generation“-Aktivisten, dass Scholz sich als „der liebe Onkel“ präsentiere, obwohl er wisse, dass er diese Kinder gerade in einen globalen Schulbus schiebe, der mit 98 Prozent Wahrscheinlichkeit tödlich verunglücke.


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Damit bezogen sich die Aktivisten auf ein Zitat des früheren Leiters des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber. Er hatte 2019 mit Blick auf die unzureichende Klimaschutzpolitik gesagt: „Ich sage Ihnen, dass wir unsere Kinder in einen globalen Schulbus hineinschieben, der mit 98 Prozent Wahrscheinlichkeit tödlich verunglückt.“