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Letzte Generation: Habeck macht klare Ansage – „Dieser Protest spaltet die Gesellschaft“

Die Aktivistengruppe „Letzte Generation“ stößt durch ihre Proteste immer wieder auf Kritik. Auch von bekannten Politikern wie Robert Habeck.

© IMAGO / Bernd Elmenthaler; IMAGO / HärtelPRESS

Habeck: Bei Verbot neuer Öl- und Gasheizungen "pragmatisch" vorgehen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die umstrittenen Pläne zum Verbot des Einbaus von neuen Öl- und Gasheizungen in Wohngebäude ab 2024 bekräftigt. Es gebe noch "viele konkrete Fragen" zu klären; bei derartigen Fragen müsse "immer pragmatisch" vorgegangen werden, sagte er in Berlin.

Beim Klimaprotest in Berlin an diesem Mittwoch (19.April) trat die Gruppe „Letzte Generation“ neben anderen Initiativen in Aktion, blockierten in der Hauptstraße zahlreiche Straßen und Kreuzungen.

Doch gerade die „Letzte Generation“ muss für ihre Protestformen immer wieder viel Gegenwind einstecken. Auch von prominenten Politikern wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Der fand für die „Letzte Generation“ deutliche Worte.

Letzte Generation: Habeck mit Knallhart-Ansage

Bezugnehmend auf die neuen Klimaproteste fand Bundeswirtschaftsminister deutliche Worte für die Aktivisten der „Letzten Generation„. „Dieser Protest macht Klimaschutz nicht mehrheitsfähig, sondern verärgert Leute, spaltet die Gesellschaft und insofern ist es kein hilfreicher Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Habeck am Mittwoch dem Sender RTL/ntv. „Ich finde die Aktion falsch“, betonte der Grünen-Politiker.

Der Klimaschutz sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Diesem Anliegen schade die Protestform der radikalen Klimaaktivisten. Es gehe darum, „die Gesellschaft zusammenführen“, sagte Habeck. Der Protest der jungen Generation und Gruppen wie Fridays for Future habe „Klimaschutz mehrheitsfähig gemacht“, fügte er hinzu.

Letzte Generation: Straßenblockaden werden zunehmen

Die Gruppe „Letzte Generation“ hatte am Dienstag angekündigt, aus Protest gegen die Klimapolitik der Bundesregierung in den kommenden Wochen mit möglichst vielen Blockaden den Verkehr in Berlin lahmlegen zu wollen. Zum Auftakt am Mittwoch waren etwa 160 Menschen an verschiedenen Orten der Hauptstadt unterwegs, wie eine Polizeisprecherin sagte.


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Auf Bannern warfen sie der Bundesregierung eine zerstörerische Klimapolitik sowie einen Verstoß gegen den im Grundgesetz verbrieften Schutz der Lebensgrundlagen künftiger Generationen vor. Am Sonntag soll eine angekündigte Versammlung am Brandenburger Tor stattfinden, ab Montag (24. April) dann der „Stadtstillstand“ beginnen. (dpa)