Land NRW baut langsam Schulden ab

Wiesbaden.  Der Schuldenstand des Landes Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr leicht um 0,8 Prozent zurückgegangen. Beziffert wurden laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden die Schulden bei Einrichtungen des nicht-öffentlichen Bereichs wie zum Beispiel bei Kreditinstituten oder privaten Unternehmen im In- und Ausland. Solchen Gläubigern schuldete das Land NRW Ende 2015 knapp 185 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch fast 1,5 Milliarden Euro mehr.

Anders als das Land haben die NRW-Gemeinden im vergangenen Jahr 5,9 Prozent mehr Schulden bei nicht-öffentlichen Quellen gemacht: Die Summe stieg seit Ende 2014 um drei Milliarden Euro auf 55,1 Milliarden Euro ein Jahr später.

Zwischen den Bundesländern gab es laut Statistischem Bundesamt erhebliche Unterschiede. So gelang es Bayern, seine Schulden um zehn Prozent zu verringern, Spitzenreiter Sachsen baute sogar 27 Prozent ab. Andere Länder erhöhten ihren Schuldenberg hingegen, etwa Bremen um 5,5 Prozent und Niedersachsen um 6,4. Bundesweit ist einschließlich der Sozialversicherung die Summe aller öffentlichen Schulden im vergangenen Jahr um ein Prozent gesunken: von 2044 auf 2022 Milliarden Euro.