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Kindergeld: Geht's noch umständlicher? Antrag bringt Eltern auf die Palme

Demografischer Wandel bringt Rentensystem in Gefahr - so wird Deutschland immer älter

So bringt der demografische Wandel das Rentensystem in Gefahr.

Das Kind ist da – jetzt geht es ans Ausfüllen der Kindergeld-Antrags! Selbstverständlich geht das nicht ganz ohne Bürokratie, doch besonders ein Umstand nervt nicht wenige frische Eltern.

Tatsächlich sollte man denken, dass dies im Jahr 2022 einfacher möglich sein sollte…

Kindergeld: Antrag bringt Eltern auf die Palme

Man braucht gar nicht so viel für einen Kindergeldantrag: Das entsprechende Formular kann man als PDF online herunterladen (Link findest du unten). Außerdem braucht die Familienkasse noch die Geburtsurkunde des Kindes, die Steuer-Identifikationsnummern der Eltern sowie die Steuer-ID des Kindes. Natürlich noch die Angaben zu einem Girokonto, damit die Familienkasse weiß, wohin das Geld monatlich fließen kann.

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Mehr zum Thema Kindergeld:

  • Eltern erhalten jeweils 219 Euro monatlich für das erste und zweite Kind
  • Die Höhe des Kindergeldes für das dritte Kind beläuft sich auf 225 Euro monatlich, für das vierte Kind und weitere sind es 250 Euro.
  • Zuletzt wurden die Kindergeldsätze im Januar 2021 um jeweils 15 Euro erhöht
  • Die Ampel plant einen Neustart der Familienförderung mit einer neuen Kindergrundsicherung.
  • Die Kindergrundsicherung soll dann das Kindergeld ersetzen.

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Ziemlich umständlich: Diese nervige Hürde gibt es, wenn du das Kindergeld beantragen willst

Und dann ab dafür! Digital – nein, das geht nicht! Tatsächlich musst du den ganzen Antrag, nachdem du ihn über deinen Rechner ausfüllen konntest (hier gibt es das Formular zum Download) extra ausdrucken und dann per Post zu der betreffenden Familienkasse schicken. Die Dienststelle, die für deinen Wohnort zuständig ist, findest du über diesen Link.

Ziemlich umständlich! Dieses Internet ist eben an manchen Stellen tatsächlich noch Neuland hierzulande. Zwar muss unter das Formular deine Unterschrift, aber hier würde es mittlerweile schließlich auch digitale Lösungen geben.

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Weitere Artikel zum Thema Kindergeld:

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Kindergeld beantragen: „Dann hat die Ampel echt versagt!“

„Digitalisierung was ist das?“, ärgert sich ein Antragssteller über die Umständlichkeit auf Twitter.

„Spiegel“-Reporter David Böcking ist auch genervt. Er twittert: „Als ‚digitales‘ Eltern- und Kindergeld verkauft der deutsche Staat im Jahr 2022 immer noch das Ausfüllen von Online-Formularen, die dann ausgedruckt und verschickt werden müssen. Wenn das in vier Jahren immer noch so ist, hat die Ampel echt versagt.“

Sind wir also gespannt, ob sich da etwas tun wird in den kommenden Jahren!