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Angriff auf Israel: Dramatische Szenen im Iran – Bürger in Panik

Viele Iraner sind verzweifelt, wollen den drohenden Krieg zwischen Iran und Israel nicht. Die Menschen in Teheran treffen Vorbereitungen.

Die meisten Iraner vollen keinen Angriff von Iran auf Israel. Doch was können sie tun? Sie machen sich zur Flucht bereit.
© IMAGO/ZUMA Wire

Iran greift Israel direkt mit Raketen und Drohnen an

Der Iran hat Israel erstmals direkt von seinem Staatsgebiet aus mit Drohnen und Raketen angegriffen. Mehr als 200 Drohnen und Raketen seien zu „99 Prozent“ abgefangen worden.

Alle Welt berichtet über Irans Angriff auf Israel. Das Mullah-Regime hat mit seiner Entscheidung, hunderte Drohnen und Raketen auf das Land zu schicken, die weltweite Angst vor einer neuen Eskalation geschürt. Auch im eigenen Staat.

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Lange Schlangen bilden sich seit Samstagabend (13. April) vor den Tankstellen in Teheran. Die Bevölkerung des Iran tankt voll, wappnet sich. Ein Krieg zwischen Israel und Iran wäre nicht nur eine Katastrophe für die israelischen, sondern auch für die iranischen Zivilisten.

Iran-Angriff auf Israel: „Freunde, wir müssen weg“

In verschiedenen Medien im Nahen Osten wurde der immer weiter wachsende Konflikt zwischen Iran und Israel seit Tagen thematisiert. Viele Menschen bangten, ob Ayatollah Ali Chamenei, Irans allmächtiger Staatschef und Revolutionär, wirklich einen „Vergeltungsschlag“ gegen Israel vornehmen würde. Anfang April wurden bei einem Angriff Israels auf die iranische Botschaft in Damaskus mehrere Personen getötet, darunter auch zwei iranische Generäle. Daraufhin drohte das religiöse Oberhaupt Israel mit Vergeltung.

+++ Mehr zum ThemaKonflikt zwischen Iran und Israel: Warum droht neuer Nahost-Krieg? +++

In den Sozialen Medien kursieren Berichte des iranischen Fernsehens, darunter finden sich zahlreiche verzweifelte Stimmen und Proteste gegen die Drohung des Mullahs. Eine Userin schreibt „Der Mullah tritt in einen Krieg ein, von dem er weiß, dass er der Verlierer ist und niemals gewinnen wird.“ Ein User warnt: „Wir werden sehenden Auges in den Krieg getrieben. Freunde, wir müssen weg.“ Im Iran gibt es seit Langem eine große Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung. Menschen, die lautstark gegen das System protestieren, werden verfolgt. Frauen, die in der Öffentlichkeit kein Kopftuch tragen, werden bei der Sittenpolizei angezeigt und verschwinden oft unter mysteriösen Umständen.

Nach Israel-Angriff: Lange Schlangen in Teheran

Nun könnte es nicht nur zum Krieg des Irans gegen Israel, sondern auch seinem mächtigen Verbündeten, der USA, kommen. Es wäre nicht der erste Krieg für den Iran, der von Konflikten, Revolution und Gewaltakten geschüttelt wurde. Kein Wunder also, dass die Bürger dieses Landes Vorkehrungen treffen und sich für einen möglichen Gegenschlag von israelischer Seite wappnen.


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Zum Beispiel, indem sie Treibstoff kaufen. Auf einem Video, das die ARD-Reporterin Natalie Amiri am Samstag auf der Plattform X postet, sieht man „riesige Autoschlangen“ vor den Tankstellen. Das Video soll in Teheran aufgenommen worden sein.


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Ob das Benzin getankt wird, um Teheran oder gar den Iran zu verlassen, oder ob sich die Iraner im Falle eines Konfliktes nur Vorräte des Treibstoffes beiseitelegen wollen, kann bis jetzt nicht endgültig geklärt werden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sich die Menschen in Teheran einen Fluchtweg mit dem Auto offenhalten wollen.