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Helle Aufregung in der Toskana – Die Obamas kommen

Helle Aufregung in der Toskana – Die Obamas kommen

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Former U.S. President Barack Obama waves after speaking at the Global Food Innovation Summit in Milan, Italy May 9, 2017. REUTERS/Alessandro Garofalo Foto: REUTERS
Nächste Woche ist Barack Obama Stargast beim Kirchentag in Berlin. Vorher urlaubt der Ex-Präsident in der Toskana – in edlem Ambiente.

Berlin/Rom. 

So viel scheint sicher: Am Freitagmorgen werden Barack und Michelle Obama auf dem Militärflughafen, einer Basis der Eurofighter-Jets, landen. Wie es dann weitergeht, ist bisher geheim: entweder per Autokolonne oder mit dem Hubschrauber. Ziel des Ex-US-Präsidenten und seiner Gattin ist jedenfalls das toskanische Örtchen Borgo Finocchieto, unweit von Montalcino, wo der berühmte Brunello-Rotwein zuhause ist.

Wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Mittwoch berichtete, wollen sich die Obamas in den Weinbergen südlich von Siena sechs Tage lang erholen. Das Gut, in dem das Paar logiert, wurde vor Jahren vom amerikanischen Botschafter in Italien, John Philips, für zehn Millionen Euro gekauft und in ein exklusives Domizil umgebaut.

Klettert Obama auf ein Baugerüst?

Schon öfter seien hier illustre Gäste aus den USA zu Gast gewesen, so etwa der frühere Senator Ted Kennedy, heißt es in dem Bericht.

In und um Borgo Finocchieto herrscht inzwischen große Aufregung angesichts des prominenten Urlaubers. Der Bürgermeister von Siena, Bruno Valentini, hat Obama bereits eine ganz besondere Einladung zukommen lassen: Er wolle mit dem Ex-Präsidenten auf ein Baugerüst an der Maestà, dem gerade in Restaurierung befindlichen berühmten Hochaltar des Doms zu Siena, steigen – um dem Gast so zu ermöglichen, das berühmte Fresko von Simone Martini aus wenigen Zentimetern Nähe zu genießen. Ob Obamas Sicherheitsleute da mitspielen, scheint aber nicht sicher.

Eingelegte Trüffel für den Ex-Präsidenten

Auch der Bürgermeister des Dorfes Buonconvento, ganz in der Nähe von Borgo Finocchieto, erhofft sich einen Besuch der Obamas. „Ich werde dem Botschafter Philips ein paar Vorschläge machen“, erzählte Paolo Montemerani, dem „Corriere della Sera“. Als Gastgeschenke denkt er neben einem Buch über die Geschichte der Toskana auch an ein Glas mit in Olivenöl eingelegten Trüffeln – eine Spezialität der Region.

Bis Mittwoch nächster Woche werde Obama in Borgo Finocchieta urlauben heißt es. Am Donnerstag steht dann seit Auftritt in Berlin an – bei einer Gesprächsrunde zum Evangelischen Kirchentag vor dem Brandenburger Tor. (W.B.)