Greta Thunberg – Dieter Nuhr legt nach: „Lächerlich“

Dieter Nuhr hat sich in einem Interview erneut über Greta Thunberg geäußert.
Dieter Nuhr hat sich in einem Interview erneut über Greta Thunberg geäußert.
Foto: dpa

Dieter Nuhr hat sich in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ erneut über Greta Thunberg geäußert.

Auf die Frage „Wann, Herr Nuhr, sind die letzten Scherze über Greta Thunberg gemacht?“ antwortet Dieter Nuhr: „Wenn der lächerliche Personenkult abebbt. Früher war es im Kabarett üblich, an Denkmälern zu sägen. Was ich, als ich anfing, nicht wusste, war: Das galt nur für die Denkmäler der anderen...“

Dieter Nuhr über Greta Thunberg: „Bin gespannt, was sie macht“

Immer wieder hatte der Kabarettist mit Aussagen über die Klimaaktivisten für Diskussionen gesorgt. Erstmals hatte Nuhr im Oktober in seiner ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ über Thunberg und die „Fridays for Future“-Bewegung gewitzelt: Nuhr sagte in der ARD-Show: „Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein."

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Und weiter: „Ich werde meiner Tochter, die auch zu den Freitagsdemos geht, im Kinderzimmer nicht mehr heizen. Wenn unsere Kinder meinen, wir könnten die Welt mit ein bisschen Sonne und Wind antreiben, dann sollten wir Eltern ihnen ein Hamsterrad mit Dynamo ins Kinderzimmer stellen.“ Dafür hatte es in den sozialen Medien viel Kritik gegeben.

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Das ist Dieter Nuhr:

  • 1960 wurde er in Wesel geboren
  • Aufgewachsen in Düsseldorf
  • 1986 gründet er seine erste Kabarett-Gruppe
  • 1998: Deutscher Kleinkunstpreis, es folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen
  • Seit 2011 eigene Kabarettsendung „Nuhr im Ersten“ in der ARD

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Später hatte Nuhr im Podcast von Journalist Gabor Steingart erklärt, dass die Umsetzung der Forderungen der Bewegung „auf einen dritten Weltkrieg“ hinauslaufen und „Milliarden Tote“ fordern würde.

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Im „Tagesspiegel“-Interview ging es zu einem großen Teil um China. Dort hat Nuhr derzeit eine Foto-Ausstellung. Eine Reise nach China sei ein Blick in die Zukunft, der dortige Turbo-Kapitalismus habe „ein paar hundert Millionen Menschen aus der Armut geholt“. Das müsse „bei aller kritischen Distanz auch Linke irritieren.“

Dieter Nuhr: „Ungeheure Errungenschaften“ in China

In China werde die „Ideologie der Realität angepasst, bei uns ist es umgekehrt.“ Zwar gebe es in China „für uns unzumutbare Einschränkungen von Freiheit“, lenkte Dieter Nuhr auf Nachfrage ein – aber auch „ungeheure Errungenschaften“.

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Das ist Greta Thunberg:

  • Geboren im Januar 2003 in Schweden
  • Die Klimaaktivistin lebt mit dem Asperger-Syndrom
  • Im August 2018 rief sie die Idee von Klimastreiks ins Leben - damals saß sie noch ganz allein mit einem Schild vor dem schwedischen Parlament in Stockholm
  • Greta Thunberg hat ihre Schulausbildung unterbrochen, um sich ganz dem Engagement als Klimaschützerin zu widmen. 2020 will sie wieder die Schule besuchen
  • Zuletzt wurde Thunberg der sogenannte Alternative Nobelpreis verliehen: Er ist eine Auszeichnung "für die Gestaltung einer besseren Welt"
  • Aktuell ist Greta Thunberg an Bord des Katamarans „La Vagabonde“ auf dem Rückweg aus den USA. Ziel: Madrid. Dort startet Anfang Dezember die UN-Klimakonferenz

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Über die extrem gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten in Hongkong ging es im Interview nicht.

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Bei massiven Protesten hatte ein Polizist zuletzt einen unbewaffneten Demonstranten aus nächster Nähe angeschossen.

Bürgerkriegsähnliche Zustände

Ursprünglich waren im Sommer in Hongkong Tausende Menschen zu friedlichen Protesten gegen ein Auslieferungsgesetz der chinesischen Regierung auf die Straße gegangen.

Inzwischen ist daraus eine Spirale der Gewalt geworden, mehrere hundert Demonstranten waren zuletzt von der Polizei in der Polytechnischen Universität eingekesselt worden. Beobachter sprechen von bürgerkriegsähnlichen Zuständen. (pen)

 
 

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