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Donald Trump erwartet Festnahme – Ex-US-Präsident startet verzweifeltem Aufruf

Wird Donald Trump in dieser Woche festgenommen? Davon geht des ehemalige US-Präsident aus. Über Social-Media ruft er zum Protest auf.

© IMAGO / Pacific Press Agency

Trump will bei Präsidentschaftswahl 2024 erneut antreten

Zwei Jahre nach seiner Abwahl hat der frühere US-Präsident Donald Trump eine neue Präsidentschaftskandidatur zur Rückeroberung des Weißen Hauses angekündigt. In seiner mehr als einstündigen Rede im Ballsaal von Mar-a-Lago zeichnete der 76-jährige Rechtspopulist ein düsteres Bild von der Lage der USA.

Donald Trump geht davon aus, dass er schon sehr bald festgenommen wird. Seine Anhänger rief der ehemalige US-Präsident deshalb zu Protesten auf. „Der haushoch führende republikanische Kandidat und ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird am Dienstag nächste Woche festgenommen werden. Protestiert, holt euch unsere Nation zurück!“, forderte Trump am Samstag (18. März) auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social.

Dabei ließ der 45. Präsident der Vereinigten Staaten keinen Zweifel daran, was er vom Justizapparat im Staat New York hält. So bezeichnete Donald Trump die Staatsanwaltschaft von Manhattan als angeblich „korrupt und politisch motiviert“. Seinen Anhängern versicherte der 76-jährige, dass ihm keinerlei Straftat nachgewiesen werden könne. Jegliche Vorwürfe würden auf bereits widerlegten Märchen beruhen.

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Donald Trump droht Festnahme – das steckt dahinter

Doch was hat die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Donald Trump in der Hand? Bekannt wurde bislang, dass der Staatsanwalt in Manhattan wegen Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin gegen den früheren US-Präsidenten ermittelt. Angeblich soll Trumps damaliger Privatanwalt Michael Cohen kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 130.000 Dollar (rund 122.000 Euro) an Stormy Daniels geblecht haben. Die Pornodarstellerin (bürgerlicher Name Stephanie Clifford) sagte aus, Jahre vor der Wahl Sex mit Trump gehabt zu haben. Trump bestreitet das.

Das Trump-Team steht im Verdacht, Clifford geschmiert zu haben, damit sie nicht an die Öffentlichkeit geht. Die Geschichte hätte Trump im Wahlkampf gegen Hillary Clinton damals erheblich schaden können. Sollte das Geld tatsächlich geflossen sein, könnte es gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen haben.

Donald Trump winkt besondere „Auszeichnung“

Sobald eine US-Staatsanwaltschaft Beweismittel vorlegt, kann ein Geschworenengremium entscheiden, ob in einem Fall Anklage erhoben werden soll. Viele US-Medien gehen mittlerweile davon aus, dass dies bei Trump in den kommenden Tagen eintrifft. Sollte es dazu kommen, hätte Donald Trump mal wieder seine Einzigartigkeit unter Beweis gestellt. Dann wäre der populistische Republikaner der erste ehemalige US-Präsident, der wegen eines mutmaßlichen Verbrechens angeklagt wird.


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Der Aufruf zu Protesten könnte in den Vereinigten Staaten nun Sorge auslösen. Schließlich kam es bereits in der Vergangenheit zu Ausschreitungen durch Trump-Anhänger. So werden die Bilder vom Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 nach Trumps Wahlniederlage gegen Joe Biden wohl nie vergessen werden. Der scheidende US-Präsident hatte das Wahlergebnis damals vehement angezweifelt und somit gewalttätige Proteste ausgelöst. (mit dpa)