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Trump mitten im Wahlkampf verurteilt – Ex-Präsident muss Mega-Strafe blechen

Dicke Schlappe für Donald Trump. Mitten im Wahlkampf ist der Ex-US-Präsident vor einem Gericht in New York zu heftigen Geldstrafe verurteilt worden.

© Mary Altaffer/POOL AP/dpa

Biden verurteilt Trumps Nato-Aussage als "dumm" und "gefährlich"

US-Präsident Joe Biden hat die Nato-Äußerung seines Amtsvorgängers Donald Trump als "dumm" und "beschämend" verurteilt. In einer im Fernsehen übertragenen Ansprache aus dem Weißen Haus warf Biden seinem Vorgänger vor, sich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu beugen.

Übler Tiefschlag für Donald Trump. Der ehemalige US-Präsident ist in einem Betrugsprozess zu einer Strafzahlung von mehr als 350 Millionen US-Dollar (etwa 325 Millionen Euro) verurteilt worden. Das teilte Richter Arthur Engoron am Freitag (16. Februar) in New York mit. Zudem dürfe Trump drei Jahre lang kein Unternehmen im Bundesstaat New York führen. 

Es ist die nächste teure Klatsche für Donald Trump, der gerade erst eine Strafe von 80 Millionen Dollar in einem Verleumdungsprozess blechen musste. Der 77-Jährige, der auf dem besten Weg ist, als Kandidat der Republikaner in die Wahl zum US-Präsidenten ins Rennen zu gehen, muss sich noch auf weitere Verfahren einstellen.

Donald Trump zu Mega-Strafe verurteilt – darum ging es

In dem Zivilprozess ging es um die Zukunft des Firmenimperiums des 77-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft warf Trump, dessen Söhnen und Mitarbeitern vor, den Wert der Trump Organization jahrelang manipuliert zu haben, um an günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu kommen. Richter Engoron hatte dies vor dem Prozess bereits bestätigt.


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In dem Verfahren ging es deswegen vor allem um die Festlegung möglicher Strafen sowie weitere Anklagepunkte. Während des Prozesses wurden sowohl Trump selbst als auch mehrere seiner Kinder befragt. Eine Gefängnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf Trumps Bewerbung um das Präsidentenamt hatten in dem Zivilprozess nicht gedroht.

Trump drohen weitere Strafen

Die beiden Urteile könnten nicht die letzten gewesen sein. Denn dem Ex-Präsidenten stehen noch weitere Verfahren bevor. Erst am Donnerstag wurde der Beginn eines Prozesses in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar auf den 25. März datiert. Es wäre der erste strafrechtliche Prozess gegen einen früheren Präsidenten in der Geschichte der USA. Drei weitere Strafprozesse sind in Vorbereitung, unter anderem wegen des Vorwurfs versuchter Wahlmanipulation, zudem laufen noch Zivilprozesse.



Erst Ende Januar hatte eine Geschworenenjury in einem zweiten Verleumdungsprozess der 80-jährigen Autorin E. Jean Carroll eine Entschädigungszahlung von 83,3 Millionen Dollar zugesprochen. Trumps Anwälte hatten angekündigt, in Revision gehen zu wollen. (mit dpa)