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Dönerpreis-Bremse: Ampel erkennt endlich wichtiges Thema – „36 Döner mehr im Jahr“

Vor allem junge Leute sind frustriert. Ihr Lieblingsessen wird immer teurer. Braucht es eine Dönerpreisbremse? Die Ampel reagiert nun.

Kommt die Dönerpreis-Bremse durch die Ampel?
© IMAGO / Political-Moments, IMAGO / Bihlmayerfotografie (Fotomontage)

Folge 4: Warum es den "deutschen" Döner in der Türkei gar nicht gibt

Die Dönerpreis-Inflation! Endlich ist das Thema, das viele im Volk beschäftigt, in der Ampel-Regierung angekommen. Die Bundesregierung hat erkannt, dass das viele umtreibt und verspricht eine Art Preisbremse!

++ Passend zum Thema: AfD will Döner und Pizza aus dem Land werfen – „Deutsche Kultur!“ +++

Was genau dahintersteckt und wie ernst man das nehmen sollte, liest du hier!

„Für sie macht es einen Unterschied, ob ein Döner 3,50 Euro oder 7 Euro kostet“

Es fing an mit einer Rede der Grünen-Abgeordneten Hanna Steinmüller. In der Haushaltsdebatte brachte sie das heiße Eisen Dönerpreis auf die Agenda ins Parlament. „Und weil wir hier eine Volksvertretung sind, möchte ich noch von einer letzten Begegnung berichten“, fing sie an. Jugendliche hätten sich von der 30-jährigen Politikerin gewünscht, dass sie die Döner-Inflation im Bundestag anspricht.

„Ich weiß, dass das für ganz viele Menschen hier überhaupt kein Alltagsthema ist und dass das teilweise vielleicht sogar ein bisschen verächtlich gemacht wird“, so Steinmüller mit Blick zu ihren Kollegen.

In einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ erklärte sie Anfang Februar genauer, wieso sie den Dönerpreis im Parlament erwähnte. Sie habe mit vielen Jugendlichen darüber gesprochen, so Steinmüller. „Für sie macht es einen Unterschied, ob ein Döner 3,50 Euro oder 7 Euro kostet. Und weil Jugendliche in den vergangenen Jahren relativ wenig politisches Gehör bekommen haben, wollte ich diese Lebensrealität in den Bundestag tragen.“

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Ampel greift das Thema Dönerpreis-Inflation auf

Nun hat auch die PR-Abteilung des Bundestags das Potenzial des Themas erkannt. Immer wieder würden Bürgerinnen und Bürger in den sozialen Netzwerken nach einer Dönerpreisbremse fragen, erklärt die Presseabteilung der Ampel in einem Instagram-Video. Zwar werde die Regierung eine solche Preisbremse für 2024 nicht beschließen, doch die Bürger würden im Gegenwert von Dutzenden Dönern entlastet werden, verspricht das Social-Media-Team dann in einem Clip.

Durch das Inflationsausgleichsgesetz behalte man mehr Netto vom Brutto. „Zum Beispiel für Döner“, so die Regierung. „Ein Single mit einem Bruttogehalt von 2.400 Euro im Monat spart in diesem Jahr 209 Euro Steuern.“ Das seien ungefähr 36 Döner mehr im Jahr!

In einem Update-Video muss das Social-Media-Team jetzt aber etwas zurückrudern. Ob es wirklich 36 Döner sind – oder doch etwas weniger? Es habe Rückmeldungen gegeben, dass die Preisrealität doch höher ist als in dem Clip angenommen. Bei Dönerpreisen von 8 Euro wären es nur noch rund 26 Döner. Die Videos sind natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

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Inflation im Januar gesunken – aber Lebensmittel stechen noch hervor

Nun Spaß beiseite: Wie dürfte es wirklich weitergehen mit dem Dönerpreis in diesem Jahr? Im Januar sank die Inflation zwar auf 2,9 Prozent, doch vor allem Lebensmittel stechen noch hervor.


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Die Inflation bei Lebensmitteln lag bei immer noch 3,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2023. Vor allem Gemüse (+ 8 Prozent) und Brot sowie Getreideerzeugnisse (+ 5,4 Prozent) sind teurer geworden, Öle dagegen deutlich günstiger.