Greta Thunberg: Dieter Nuhr schießt erneut gegen 16-Jährige – weist „Hitlervergleiche" aber zurück: „völlig irrsinnig“

Dieter Nuhr hat erneut gegen Greta Thunberg geschossen.
Dieter Nuhr hat erneut gegen Greta Thunberg geschossen.
Foto: dpa

Dieter Nuhr hat sich festgebissen. So sehr, dass es allmählich blutet.

Seit der Kabarettist für eine Satire-Nummer über Greta Thunberg in seiner ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ ungewöhnlich harte Kritik in den sozialen Medien einstecken musste, legt er nun regelmäßig und immer heftiger nach.

Greta Thunberg: Dieter Nuhr schießt erneut gegen 16-Jährige

Bei einem Auftritt in Kiel erreichte das Ganze seinen vorläufigen Höhepunkt, wie die „Kieler Nahrichten“ berichten. Laut dem Bericht soll Dieter Nuhr Greta Thunberg indirekt mit Hitler und Stalin verglichen haben.

Das streitet Dieter Nuhr inzwischen ab. Laut dem Bericht soll Nuhr rhetorisch gefragt haben: „Aber was sind schon Menschenleben, wenn es um die große Sache geht?“ In dem Zusammenhang würde man sogar an Hitler oder Stalin denken können.

Dieter Nuhr dementiert Bericht

Via Facebook erklärt Dieter Nuhr: „Dies ist unwahr. Ich habe Greta nicht mit der Ideologie Hitlers oder Stalins in Verbindung gebracht. Dies wäre völlig irrsinnig.“

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Das ist Dieter Nuhr:

  • 1960 wurde er in Wesel geboren
  • Aufgewachsen in Düsseldorf
  • 1986 gründet er seine erste Kabarett-Gruppe
  • 1998: Deutscher Kleinkunstpreis, es folgen zahlreiche weitere Auszeichnungen
  • Seit 2011 eigene Kabarettsendung „Nuhr im Ersten“ in der ARD

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+++ Dieter Nuhr irritiert erneut mit Aussage über Greta Thunberg +++

Laut dem Bericht betonte Nuhr zunächst, dass er die 16 Jahre alte Klimaaktivistin nicht als Menschen angreife, sondern vielmehr das System dahinter und die Hysterie ihrer Anhänger.

Greta Thunberg: Dritter Weltkrieg und Milliarden Tote?

Der Fundamentalismus, den Greta Thunberg verkörpere, bringe mehr Not und Elend, als er lindere. Schon zuvor hatte Dieter Nuhr - abseits der Kabarettbühne - in einem Interview gesagt, dass die Forderungen der Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ zu einem dritten Weltkrieg führen und für Milliarden Tote sorgen könnten.

Seine Argumentation in groben Zügen: Bricht der klimaschädliche weltweite Handel weg, könnten Milliarden Menschen nicht mehr versorgt werden.

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Das ist Greta Thunberg:

  • Geboren im Januar 2003 in Schweden
  • Die Klimaaktivistin lebt mit dem Asperger-Syndrom
  • Im August 2018 rief sie die Idee von Klimastreiks ins Leben - damals saß sie noch ganz allein mit einem Schild vor dem schwedischen Parlament in Stockholm
  • Greta Thunberg hat ihre Schulausbildung unterbrochen, um sich ganz dem Engagement als Klimaschützerin zu widmen. 2020 will sie wieder die Schule besuchen
  • Zuletzt wurde Thunberg der sogenannte Alternative Nobelpreis verliehen: Er ist eine Auszeichnung "für die Gestaltung einer besseren Welt"
  • Aktuell ist Greta Thunberg an Bord des Katamarans „La Vagabonde“ auf dem Rückweg aus den USA. Ziel: Madrid. Dort startet Anfang Dezember die UN-Klimakonferenz

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Nuhr betonte dann noch einmal, dass er durchaus für eine saubere Umwelt sei.

„Ich glaube nur, dass uns das ständige Verbieten kein Stück weiter ans Ziel bringt. Die Zukunft liegt nicht im Verhindern, sondern im Entwickeln“, sagte er laut den „Kieler Nachrichten“.

 
 

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