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Uschi Glas wettert im TV gegen Bürgergeld-Empfänger – „Können schön ausschlafen“

Die faulen Arbeitslosen: Schauspielerin Uschi Glas bediente im Bayerischen Rundfunk die Klischees über Bürgergeld-Empfänger.

Uschi Glas und das Thema Bürgergeld
u00a9 IMAGO / Future Image, IMAGO / Revierfoto

Bürgergeld: Lohnt sich die Arbeit für Geringverdiener noch?

CDU und CSU hatten Bedenken, das Bürgergeld motiviere zur Arbeitslosigkeit. Eine Studie widerspricht nun.

Sie selbst ist erfolgreich als Schauspielerin in TV und Kino, stammt aus einfachen Verhältnissen, dürfte aber seit vielen Jahrzehnten keine eigenen Geldsorgen mehr gehabt haben. Doch in einer Sendung im Bayerischen Rundfunk teilte sie nun pauschal gegen Bürgergeld-Empfänger aus.

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Im „BR-Stammtisch“ polterte die 80-jährige Schauspielerin gegen die Bezieher der staatlichen Grundsicherung.

Uschi Glas über Bürgergeld-Bezieher: „Dann geht es denen gut“

Der Anfang ihrer Ausführungen zum Bürgergeld dürfte noch von den meisten geteilt werden. Sie forderte in der Sendung von den Arbeitslosen, dass sie etwas für die Gesellschaft tun und eine Tätigkeit aufnehmen. Dann aber wurde es immer platter.

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Wenn man den Leistungsempfängern „noch ein Geschenk gibt und noch ein Geschenk“, würde die arbeitende Bevölkerung sauer werden. Dabei ist seit Monaten die Rede von neuen Sanktionen, statt von Erleichterungen oder Geschenken. Dann bediente sie das Klischee vom faulen Schmarotzer auf dem Sofa: „Wenn man das Bürgergeld so nah an den Lohn legt, dann sag ich ja wirklich, dann arbeiten die noch ein bisschen schwarz und dann geht es denen gut und die können schön ausschlafen.“

Kühnert kontert Glas in BR-Sendung

Mit in der Runde saß auch SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Er verwies darauf, dass die Ampel-Regierung nun neue Sanktionen plant, wenn ein Bürgergeld-Bezieher bei der Schwarzarbeit ertappt werde.


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Dann räumte Kühnert ein, dass der Lohnabstand zwischen Bürgergeld-Bezug und Niedriglohn zu klein sei. Er betonte aber eine andere Perspektive: „Als Sozialdemokrat gucke ich stärker auf die untersten Lohngruppen und sage, warum haben wir so viel Sozialleistungsbezug?“ Der Lohn für viele fleißige Beschäftigte sei zu gering, beklagte er.