Bester Lärmschutz für Betuwe-Linie

Düsseldorf..  NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hat im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Güterverkehrsstrecke „Betuwe-Linie“ zwischen Emmerich und Oberhausen den „innovativsten Lärmschutz Deutschlands“ versprochen. Im Mittelpunkt des Projekts stehe die Verbreiterung der Trasse auf drei Gleise, die Beseitigung von 55 Bahnübergängen für mehr Sicherheit, die Umrüstung auf Schall dämpfende Schienensysteme sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden.

Die Betuwe-Linie ist die wichtigste Hauptschlagader zum Überseehafen Rotterdam. Nach 20-jähriger Planung soll der mit den Niederlanden vertraglich vereinbarte Ausbau nun auch auf deutscher Seite über 73 Kilometer angegangen werden. Die Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund, Land und Deutscher Bahn stehen dafür laut Groschek kurz vor dem Abschluss. Heute werde ihm das Kabinett einen Auftrag erteilen, die vertraglichen Feinheiten mit dem Bund auszuverhandeln, sagte Groschek: „Das ist ein Meilenstein in der Verkehrspolitik des Landes.“

Die Deutsche Bahn geht von Gesamtkosten von rund 1,5 Milliarden Euro aus. NRW hat sich bereit erklärt, 450 Millionen Euro zu tragen. Das Geld sei bereits im Etat in verschiedenen fortlaufenden Töpfen vorgemerkt, so Groschek. Der Verkehrsminister bekräftigte eine frühere Zusage, dass den Kommunen entlang der Strecke keine Kosten entstehen sollen.

Im Zusammenhang mit der „Betuwe-Linie“ soll auch eine Einigung über den seit Jahren diskutierten Rhein-Ruhr-Express (RRX) erzielt werden. „Das sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Betuwe-Linie schafft Mobilität für Container, der RRX für die Menschen“, sagte Groschek. Der RRX, der ursprünglich als Magnetschwebebahn „Metrorapid“ geplant war, soll den bestehenden Regionalverkehr so bündeln und ausbauen, dass eine Schnellverbindung im 15-Minuten-Takt zwischen Köln und Dortmund möglich wird. So könnten 31 000 Autos pro Werktag von den überfüllten Straßen im Ballungsraum Rhein-Ruhr geholt werden.

Der Bund hat sich bereits 2006 zu seiner Finanzierungsveranwortung bekannt. Der erste von insgesamt 13 Planabschnitten zwischen Leverkusen-Rheindorf und Düsseldorf-Hellerhof soll bereits Ende des kommenden Jahres ausgebaut werden.

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