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Bernd Lucke: Ex-AfD-Chef will Vorlesung halten – dann kommt es zum Eklat

Bernd Lucke: Ex-AfD-Chef will Vorlesung halten – dann kommt es zum Eklat

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Foto: dpa

Hamburg. 

Bernd Lucke

gehört zu den Gründern der AfD und war bis 2015 einer der Top-Politiker der umstrittenen Partei, bevor ihn radikalere Kräfte um Frauke Petry aus dem Amt drängten.

Vier Jahre später ist auch Petry längst Geschichte und Luckes politische Karriere endgültig am Ende. Nun wollte der 57-jährige Bernd Lucke zurück in seinen alten Job als Hochschulprofessor an der Uni Hamburg.

Bernd Lucke: Studenten verhindern Vorlesung

Doch dort warteten bereits studentische Aktivisten auf Lucke, die verhindern wollten, dass er seine Vorlesung über Makroökonomik hält. Der Asta der Uni hatte bereits im Vorfeld zu dem Protest aufgerufen. Und tatsächlich verhinderten sie die Vorlesung. Lucke musste nach massiven Protesten das Podium verlassen und begab sich ins Publikum.

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Auf Twitter berichtet unter anderem „Welt“-Reporter Philipp Woldin über den Vorfall. Er sprach anschließend mit dem frustrierten Lucke: „Ich finde es beschämend, als Nazi beschimpft zu werden. Ich werde kommende Woche wieder meine Vorlesung halten. Ich weiche nicht zurück.“

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Die Protestaktion blieb friedlich, Lucke wurde lediglich geschubst. Die Studenten wollten Lucke aber auch nicht sprechen lassen.

Lucke wurde 1998 zum Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Hamburg ernannt. Ab 2014 hatte Lucke sich von der Uni Hamburg wegen seiner politischen Aktivitäten beurlauben lassen. In dieser Zeit war er Abgeordneter um EU-Parlament. Seine neue Partei „Alfa“ scheiterte beim Wähler krachend.

Lucke distanzierte sich bereits 2016 von der AfD

Nachdem die Legislatur dieses Jahr endete und Lucke keinen neuen Sitz bekam, kehrte er an die Uni zurück.

Bereits 2016 distanzierte Lucke sich allerdings langsam von seiner alten Partei, der AfD. „Der Umgang der AfD mit Flüchtlingen ist inhuman, unmenschlich und nicht zu ertragen“, so Lucke seinerzeit im Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen“. Die AfD mache eine „hässliche Politik, sie will die Leute nicht in Deutschland haben.“