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Bauern ähnlich schlimm wie Letzte Generation? „Wo bleibt der Aufschrei?“

Während die Proteste der Letzten Generation stark kritisiert wurden, scheinen die Menschen für die Art der Bauernproteste Verständnis zu haben.

© IMAGO/Nordphoto

Das kosten die Ampel-Sparbeschlüsse die Verbraucher

Mit mehreren Sparmaßnahmen will die Ampel-Koalition die Milliardenlücken im Haushalt schließen, die das Urteil des Verfassungsgerichts gerissen hat. Auf Bürger und Unternehmen kommen neue Belastungen zu.

Die Klimaaktivisten der Letzten Generation haben mit ihren Straßenblockaden schon mehrfach das Land lahmgelegt. Sehr zum Missfallen der Bevölkerung. Szenen, in denen Menschen ausgerastet sind und handgreiflich gegenüber den Klimaklebern wurden, gingen viral.

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Nun ziehen die Bauern nach. Auch sie behindern mit ihren Traktoren den Straßenverkehr. Doch im Gegensatz zu den Klimaklebern scheinen sich die Menschen darüber nicht sonderlich aufzuregen, was wiederum einige als doppelzüngig empfinden.

X-User: „Da guckt die Polizei doof!“

So schreibt ein Nutzer belustigt auf X (früher Twitter): „Bauernprotest: Da guckt die Polizei ganz schön doof! Wenn du einen Bauern daran hindern möchtest, sein Streikrecht auszuüben, greift der Bauer eben zu anderen Mitteln. Ab auf die Autobahn! Da guckt die Polizei ganz schön doof!“

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„Ich sehe keine Rettungsgasse. Kriminelle Vereinigung, alle in Präventivhaft“, kritisiert ein anderer User, offenbar leicht ironisch, das Vorgehen der Bauern. Er bezieht sich damit offenbar auf den Vorwurf, der der Letzten Generation gemacht wurde, mit ihrem Protest keine Rettungsgasse zu ermöglichen.

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Genau das erzürnt auch eine weitere Nutzerin. Warum regen sich alle bei der Letzten Generation auf und bei den Bauern-Protesten nicht. „Straßenblockade, keine Rettungsgasse. Wo bleibt der Aufschrei der besorgten Mitbürger? Ach sorry, ich vergaß: sind ja Bauern und keine sogenannten Klimakleber“, kommentiert sie ein Video, das sie auf X postet.

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Hintergrund: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushaltsplan sorgte für ein Milliarden-Loch. Die Regierung, die sich gegen Steuererhöhungen und der Abschaffung der Schuldbremse aussprach, war nun gezwungen zu sparen.

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In einer Vereinbarung einigten sich die Spitzen der Koalition auch darauf, dass die Agrardiesel-Steuererleichterung und die Kfz-Steuerbefreiung für Traktoren abzuschaffen. Das rief Proteste auf den Plan.



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