„Anne Will“ in der ARD: Annegret Kramp-Karrenbauer verteidigt die CDU leidenschaftlich - doch bei Twitter gibt's einen irren Vergleich

Annegret Kramp-Karrenbauer war zu Gast bei „Anne Will“ in der ARD.
Annegret Kramp-Karrenbauer war zu Gast bei „Anne Will“ in der ARD.
Foto: Screenshot: ARD

Berlin. Am Freitag hat Annegret Kramp-Karrenbauer (56) die Wahl zur neuen Parteivorsitzenden der CDU gewonnen. Und als erstes kam sie zu Anne Will in die ARD. Dort verteidigte sie ihre CDU glühend gegen Kritik der anderen Gäste. Nur einer war ziemlich versöhnlich: der ehemalige SPD-Chef Martin Schulz.

Martin Schulz bei Anne Will über die Wahl von AKK: Gutes Ergebnis

Er fand wohlwollende Worte für AKK. Der ehemaligen SPD-Vorsitzende galt vor der Bundestagswahl 2017 als großer Hoffnungsträger seiner eigenen Partei.

Alle SPD-Delegierten wählten ihn zuvor zum neuen Parteivorsitzenden. Gegen Angela Merkel scheiterte Schulz jedoch krachend. 20,5 Prozent waren das schlechtes Wahlergebnis der SPD in der Nachkriegsgeschichte.

„100 Prozent sind kein empfehlenswertes Ergebnis“, resümierte Schulz in der Sendung. Das bringe Erwartungen mit sich, die man nicht erfüllen könne. Deshalb seien die 52 Prozent bei der Wahl zum Parteivorsitz ein gutes Ergebnis. Überhaupt war er von den Emotionen angetan, die AKK nach dem Wahlergebnis gezeigt habe.

Das waren die Gäste bei „Anne Will“ in der ARD am 9. Dezember:

  • Annegret Kramp-Karrenbauer: Neue Parteivorsitzende der CDU
  • Martin Schulz: Ehemaliger Parteivorsitzender der SPD
  • Wolfgang Kubicki (FDP): Stellvertretender Bundesvorsitzender und Bundestagsvizepräsident
  • Christiane Hoffmann: Stellvertretende Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros
  • Gabor Steingart, Journalist und Autor

Ist die CDU schizophren?

Anders sah das Journalist Gabor Steingart. Er attestierte der CDU eine Schizophrenie. Diese zeige sich unter anderem daran, dass Paul Ziemiak nur mit knapp 63 Prozent als Nachfolger von AKK zum Generalsekretär gewählt worden sei.

Die Partei sei gespalten. „Sie will Modernität und nicht das Erbe Merkel abwickeln“, so Steingart. Aber sie wolle eben auch Korrekturen, beispielsweise in Belangen der Inneren Sicherheit.

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Das ließ die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer so nicht stehen. AKK ist der Ansicht, dass die Debatten und die engen Wahlen beim CDU-Parteitag, das große Meinungsspektrum abbilde, das eine Volkspartei so gesund mache.

Gelegenheiten dies zu beweisen gibt es in der neuen Konstellation mit Angela Merkel als Kanzlerin und Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteichefin nun genug.

Doch bei Twitter ging es am Sonntagabend nicht nur um die Inhalte von Anne Will in der ARD. Es ging auch um die Klamottenfrage - und die Kameraführung...

Was war passiert?

Annegret Kramp-Karrenbauer (56) war bei mit einem schwarzen Blazer gekleidet, darunter ein elegantes fliederfarbenes, knielanges Kleid. Doch immer wieder zeigten die Kameras die neue CDU-Vorsitzende aus der Froschperspektive.

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Das erinnerte manche Zuschauer an die Filmszene aus „Basic Instinct“, mit der Sharon Stone Erotik-Geschichte schreiben sollte.

Eine andere Userin schreibt bei Twitter: „Liebe ARD-Kameraleute. Bitte filmt AKK nicht mehr unter den Rock.“

 
 

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