AfD: WhatsApp-Nachricht nach Todesfall schockiert – „Dieses Dreckschwein“

Der rasante Aufstieg der AfD

Der rasante Aufstieg der AfD

Seit 2013 gibt es die Alternative für Deutschland (AfD). Seit ihrer Gründung hat die rechtspopulistische Partei einen rasanten Aufstieg hingelegt.

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Mit einer heftigen WhatsApp-Nachricht schockiert der AfD-Europaabgeordnete Nicolaus Fest sogar seinen eigenen Parteichef.

Jörg Meuthen, Co-Parteivorsitzender der AfD, spricht davon, dass das Verhalten des AfD-Abgeordneten „tief abstoßend und unentschuldbar“ sei.

AfD: WhatsApp-Nachricht nach Todesfall sorgt für Entsetzen – „Tief abstoßend“

Am Dienstag wurde der Todesfall des EU-Parlamentspräsidenten David Sassoli bekannt. Der 65-jährige Sozialdemokrat war in der Nacht zum Dienstag in einem italienischen Krankenhaus gestorben.

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Das ist die AfD:

  • Die Alternative für Deutschland wurde 2013 als EU-skeptische und rechtsliberale Partei gegründet.
  • Seit der Flüchtlingskrise 2015 ist die Partei ideologisch immer weiter nach rechtsaußen gerückt.
  • Im Jahr 2017 gelang der AfD der Einzug in den Bundestag.
  • Vorsitzende sind Jörg Meuthen und Tino Chrupalla, Stellvertretende Vorsitze ist Alice Weidel

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Normalerweise gilt in solchen Situationen, dass das Lebenswerk des Verstorbenen fraktionsübergreifend gewürdigt und nicht parteipolitisch nachgetreten wird. AfD-Mann Nicolaus Fest hält aber scheinbar nichts davon, sich beim Tod eines politischen Gegners würdevoll zurückzuhalten.

WhatsApp-Nachricht in AfD-Gruppe: „Endlich ist dieses Dreckschwein weg“

Das ARD-Hauptstadtstudio zitiert aus einer WhatsApp-Gruppe der AfD-Abgeordneten im Europaparlament. Screenshots liegen dem Sender vor – sie zeichnen ein erschreckendes Bild davon, wie fraktionsintern nach dem Todesfall kommuniziert wurde.

Während die AfD-Fraktion offiziell in einer Pressemitteilung noch bekannt gab, dass die Abgeordneten sehr betroffen seien und David Sassoli „viel zu früh gestorben“ sei, lautete zumindest eine Äußerung in der WhatsApp-Gruppe ganz anders.

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„Endlich ist dieses Dreckschwein weg“, soll der AfD-Abgeordnete Nicolaus Fest laut ARD in die Gruppe gepostet haben.

Im Chat habe Fest den Parlamentspräsidenten weiter einen „Antidemokrat“ und „eine Schande für jede parlamentarische Idee“ genannt.

Fest sitzt seit 2019 im Europaparlament, zuvor war er lange Jahre Journalist im Springer-Verlag und unter anderem stellvertretender Chefredakteur der „Bild am Sonntag“. Sein Vater war der berühmte FAZ-Herausgeber und Hitler-Biograf Joachim Fest.

AfD-Parteichef geht auf Distanz: „Verstörend, tief abstoßend und unentschuldbar“

AfD-Parteichef Meuthen distanzierte sich gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio deutlich von Fest: „Eine solche Äußerung über einen nach schwerer Krankheit soeben verstorbenen Kollegen ist verstörend, tief abstoßend und unentschuldbar.“ (mag)