Xavier ist das älteste Baby der Welt

Sydney.  Xavier Powell ist noch kein halbes Jahr alt, und trotzdem ist er eines der Wunder unserer modernen Zeit. Denn er ist mit Sperma gezeugt worden, das fast 23 Jahre alt ist. Das macht ihn zum „ältesten Baby der Welt“ und brachte ihm einen Eintrag im „Guinnessbuch der Rekorde“ ein.

Noch kann der kleine Xavier nicht verstehen, was so besonders an ihm ist. Wie jedes andere normale Baby erfreut er seine Eltern mit einem ersten Lachen und kämpft mit Zähnen, Schlafrhythmus und Babymilch.

Damals war Alex Powell gerade mal 15 Jahre alt gewesen und mit einer schrecklichen Diagnose konfrontiert worden: Krebs. Er litt am Hodgkin-Lymphom – einem bösartigen Tumor, der sein Lymphsystem befallen hatte. Die Ärzte beschlossen, umgehend eine Chemotherapie zu starten, um das Leben des Teenagers zu retten.

Mit 15 Jahren erhielt Alex Powelldie Krebsdiagnose

Während dieser schwierigen Zeit für die Familie teilte die Stiefmutter des Teenagers während einer Zugfahrt das Abteil mit einer Frau und deren jungen, relativ kleinwüchsigen Sohn. Die beiden Frauen kamen ins Gespräch, und die Frau berichtete von ihrem eigenen Schicksal: „Geben Sie Ihrem Kind nie eine Chemo- oder Radiotherapie, solange er noch ein Teenager ist.“ Eigentlich sei ihr Sohn 18, aber die Therapien hätten sein Wachstum behindert.

Alex Powells Stiefmutter Patricia fing nach dem Erlebnis an, nach Nebeneffekten der Krebsbehandlung zu forschen. In der Eile, dem 15-Jährigen möglichst schnell helfen zu wollen, hatte die Familie dies bis dahin völlig übersehen. Einer dieser häufigen Nebeneffekte war Unfruchtbarkeit, wie sich herausstellte, und das brachte Patricia in Aktion.

Obwohl dem damals erst 15-jährigen Alex der Sinn nach ganz anderen Themen stand, setzte sich seine Stiefmutter durch und überzeugte ihn, dass er Sperma einfrieren lassen sollte. „Es hat eine sehr klinische Situation mit einer sehr persönlichen vermengt, und da gab es sehr peinliche Momente.“

Auch seiner Stiefmutter ist der peinliche Moment bis heute in Erinnerung geblieben. Er sei lange verschwunden gewesen, und als er letztendlich mit einem kleinen Behälter wieder aus dem Raum herausgekommen sei, habe er nicht gewusst, was er damit machen sollte, berichtet Patricia Powell. Danach begann Alex Powell seine Chemotherapie.

 
 

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