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Was MSV-Defensivkämpfer Tim Albutat besser macht als früher

Duisburgs Leihspieler liefert gute Leistungen, was nicht nur der MSV-Coach bemerkt. Über den kommenden Sommer denkt Albutat aber noch nicht nach.

Duisburg. 

Der Arbeitsnachweis von Duisburgs Defensivkämpfer Tim Albutat liest sich sehr ordentlich. Im Zweitligaspiel des MSV Duisburg gegen den SC Freiburg (1:1) führte Albutat die zweitmeisten Zweikämpfe aller Zebra-Fußballer (28), hatte die drittmeisten Ballontakte (45) und wies bei der Ballverteilung den besten Wert auf MSV-Seite auf. Albutat brachte 80,77 Prozent seiner Zuspiele an den richtigen Adressaten.

Diese positiven Statistiken sind nicht nur Duisburgs neuem Trainer Ilia Gruev aufgefallen, sondern auch den Verantwortlichen des SC Freiburg. Dort steht Tim Albutat nach wie vor unter Vertrag. Die Breisgauer haben den Mittelfeldmann bis zum 30. Juni 2016 an die Zebras ausgeliehen. Der MSV Duisburg kann eine Kaufoption wahrnehmen, die keineswegs im astronomischen Bereich liegt, sondern stemmbar wäre.

Gegen Freiburg gehörte Albutat zu den MSV-Leistungsträgern

Albutat macht sich über den kommenden Sommer noch keine Gedanken. Für ihn zählt das Hier und Jetzt. Und das heißt Abstiegskampf. „Durch den Trainerwechsel von Gino Lettieri zu Ilia Gruev hat für uns alle ein neuer Abschnitt begonnen“, sagt der 23-Jährige. Lettieri bemängelte schon zu Drittliga-Zeiten, „dass Tim eher zu viel macht und nicht Bälle über 40 Meter spielen muss.“ Gegen Freiburg spielte „Albu“ schnörkellos, konzentrierte sich auf das Wesentliche und zählte somit zu den Leistungsträgern. „Mich hat die Tatsache, gegen meinen alten Klub Freiburg zu spielen, eher gepusht als gehemmt“, meint Tim Albutat im Rückblick, „es war ein besonderes Spiel für mich. Ich habe mich gefreut, die alten Jungs und den alten Coach wieder zu sehen.“

Während die Freiburger auf einem guten Weg sind, die Bundesliga-Rückkehr zu schaffen, muss sich der MSV strecken, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. „Auf die Tabelle gucke ich nicht so viel“, sagt Albutat und ballt ehrgeizig die Faust: „Wenn man unten rauskommen will, muss man versuchen, in jedem Spiel zu punkten. Wenn es geht, natürlich dreifach. Unser Ziel ist es, bis zur Winterpause an die anderen Teams heranzukommen. Wir haben gegen Freiburg gut gespielt, sind drei Mal zu Hause ungeschlagen. Das sind Dinge, die uns Selbstvertrauen geben.“