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Verkehr: Warnung an Autofahrer und Fahrschüler – HIER droht ihnen eine regelrechte Abzocke

Wer seinen Führerschein verloren hat und wieder die Fahrschulbank drücken muss, dem steht oft auch eine MPU ins Haus. Hier droht die Abzocke!

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Nicht alle, die den Führerschein machen wollen, schaffen es auch. Und genauso schaffen es auch nicht alle Autofahrer, ihren Führerschein für immer zu behalten. Wer oft Strafzettel riskiert und die Verkehrsregeln missachtet, der kann die Fahrberechtigung auch vorübergehend oder auf Dauer verlieren.

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Wer dann wieder am Verkehr teilnehmen will, muss eine MPU – eine sogenannte Medizinisch-Psychologische Untersuchung, im Umgangston auch als Idiotentest bezeichnet – bestehen. Ohne den gibt es den Führerschein oft nicht zurück. Kein Wunder, dass sich Betroffene da Hilfe holen wollen. Doch sollten sie aufpassen, worauf sie sich da einlassen.

Verkehr: Falle MPU-Berater

Die MPU wird 2024 70 Jahre alt. Zum runden Geburtstag gibt es allerdings auch Kritik seitens vieler Experten. Diese fordern eine Reform der Untersuchung. Grund dafür sind sogenannte MPU-Berater. Diese müssen überhaupt keine psychologische Ausbildung nachweisen, geschweige denn irgendwelche staatlich festgelegten Kriterien erfüllen.


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So käme es, dass Verkehrsteilnehmer immer wieder an dubiose Berater geraten würden, die sie nicht entsprechend auf die MPU vorbereiten. Jedes Jahr müssen 90.000 Menschen diesen Test bestehen – eine wahre Goldgrube für zwielichtige Berater.

„Nur noch Phrasendreschen und Auswendig lernen“

„Der Vorbereiter-Markt ist nicht mehr grau, sondern dunkel-schwarz. Es geht oft nur noch ums Phrasendreschen und Auswendiglernen absurder, nicht zur Persönlichkeit gehörender Geschichten“, merkt der Diplom-Psychologe Michael Haeser, Fachpsychologe für Verkehrspsychologie (BDP) in Duisburg, in der neuesten Zeitschriftenausgabe der „auto motor und sport“ an.

„Da sind Leute dabei, die vor zwei Wochen noch einen Imbiss hatten“, weiß auch Martin Rindler von der Suchtberatung der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva). „Die richten sich eine schöne Wohnung als repräsentativen Schulungsraum ein und berichten dann von jahrelanger Erfahrung.“ Beinahe jeder könne sich als verkehrspsychologischer Berater oder Verkehrspsychologe bezeichnen.

Verkehr durch MPU-Berater gefährdet

Die Kritik an einem Teil der Beratern mündet darin, dass der eigentliche Grund für die Verhängung der MPU gar nicht angegangen werde. Dieser rührt oft aus einer Drogen- oder Alkoholsucht. Besprochen werde aber nur, was der Verkehrsteilnehmer während der Prüfung sagen muss, um durchzukommen. Ob das Problem danach immer noch besteht, ist den dubiosen Beratern offenbar egal.


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„Durch das jetzige System bleiben viele Menschen mit hohem Risikopotenzial im Straßenverkehr, weil sie ihr Verhalten nicht tiefgreifend, sondern nur oberflächlich oder gar nicht aufgearbeitet haben“, schlussfolgert Ralf Rieser, Leiter der Sektion Verkehrspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

Andererseits führe das Auswendiglernen inhaltsloser Phrasen auch zu einer hohen Durchfallquote, so Rüdiger Born, Experte beim Bundesverband Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV). „In der MPU werden keine Daten und Zahlen abgefragt, sondern Einsichten, Vorsätze und Erfahrungen mit den Vorsätzen besprochen“, stellt er richtig.